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Deutlich mehr Diebstähle

Heusweiler. In Heusweiler ereignen sich, im Vergleich zu Püttlingen und Riegelsberg, seit vielen Jahren die meisten Verkehrsunfälle. Nun hat die Gemeinde auch die Spitzenposition bei den Straftaten: Im Jahr 2008 stieg die Zahl der polizeilich erfassten Taten um sage und schreibe von 720 auf 971, was ein Plus von 35 Prozent bedeutet. Doch um die Zahlen einordnen zu können, muss man allerdings anmerken, dass es im Jahr 2007 einen starken Rückgang der Kriminalität gegeben hatte, und dass im Jahr 2008 Metalldiebstähle in Serie die kommunalen Statistiken verhagelten (wir berichteten). Überhaupt machten in Heusweiler 353 Diebstähle und damit 43 Prozent mehr als im Vorjahr (246 Diebstähle) das Gros der Kriminalität aus.Der Jahres-Durchschnittswert aller für Heusweiler erfassten Straftaten lag für die vergangenen fünf Jahre bei 849 Taten. Alles in allem rangiert Heusweiler in der saarländischen Tabelle der Häufigkeitszahlen (Straftaten pro Kopf der Bevölkerung) auf der vergleichsweise sicheren Seite: Rein statistisch ereignen sich je 1000 Einwohner knapp 49 Straftaten. In Saarbrücken sind es 137, in Mandelbachtal, der sichersten Gemeinde, 25. Das subjektive Sicherheitsgefühl gilt in Heusweiler nach wie vor als gut. Ins Auge fällt allerdings ein Anstieg bei der Körperverletzung von 59 auf 92 Fälle (plus 56 Prozent). Die Polizei hat analysiert, dass so manche dieser Taten - beziehungsweise Täter - von Püttlingen nach Heusweiler gewandert war, konkret: Weil die Ermittler Druck auf die einschlägig bekannten Gruppen im Püttlinger Park machten, verlegten diese ihre Trinkgelage und Prügeleien in die Nachbargemeinde. Immerhin litten unbeteiligte Bürger nicht direkt darunter(man verprügelt sich lieber untereinander). Doch auch die Fälle häuslicher Gewalt nahmen, mit 29 registrierten Taten, fast um das Dreifache zu. Diebstähle von Motorrollern verdoppelten sich in etwa auf 17, Autoaufbrüche stiegen von 33 auf 54, Wohnungseinbrüche blieben mit 17 gleich. Von SZ-Redakteur Peter Wagner

Heusweiler. In Heusweiler ereignen sich, im Vergleich zu Püttlingen und Riegelsberg, seit vielen Jahren die meisten Verkehrsunfälle. Nun hat die Gemeinde auch die Spitzenposition bei den Straftaten: Im Jahr 2008 stieg die Zahl der polizeilich erfassten Taten um sage und schreibe von 720 auf 971, was ein Plus von 35 Prozent bedeutet. Doch um die Zahlen einordnen zu können, muss man allerdings anmerken, dass es im Jahr 2007 einen starken Rückgang der Kriminalität gegeben hatte, und dass im Jahr 2008 Metalldiebstähle in Serie die kommunalen Statistiken verhagelten (wir berichteten). Überhaupt machten in Heusweiler 353 Diebstähle und damit 43 Prozent mehr als im Vorjahr (246 Diebstähle) das Gros der Kriminalität aus.Der Jahres-Durchschnittswert aller für Heusweiler erfassten Straftaten lag für die vergangenen fünf Jahre bei 849 Taten. Alles in allem rangiert Heusweiler in der saarländischen Tabelle der Häufigkeitszahlen (Straftaten pro Kopf der Bevölkerung) auf der vergleichsweise sicheren Seite: Rein statistisch ereignen sich je 1000 Einwohner knapp 49 Straftaten. In Saarbrücken sind es 137, in Mandelbachtal, der sichersten Gemeinde, 25. Das subjektive Sicherheitsgefühl gilt in Heusweiler nach wie vor als gut. Ins Auge fällt allerdings ein Anstieg bei der Körperverletzung von 59 auf 92 Fälle (plus 56 Prozent). Die Polizei hat analysiert, dass so manche dieser Taten - beziehungsweise Täter - von Püttlingen nach Heusweiler gewandert war, konkret: Weil die Ermittler Druck auf die einschlägig bekannten Gruppen im Püttlinger Park machten, verlegten diese ihre Trinkgelage und Prügeleien in die Nachbargemeinde. Immerhin litten unbeteiligte Bürger nicht direkt darunter(man verprügelt sich lieber untereinander). Doch auch die Fälle häuslicher Gewalt nahmen, mit 29 registrierten Taten, fast um das Dreifache zu. Diebstähle von Motorrollern verdoppelten sich in etwa auf 17, Autoaufbrüche stiegen von 33 auf 54, Wohnungseinbrüche blieben mit 17 gleich.


Bei Vermögens- und Fälschungsdelikten wurde ein Anstieg von 31 Prozent auf 149 Taten aktenkundig, darunter auch zwei Serien, bei denen Angestellte den Arbeitgeber prellten. Sachbeschädigungen, überwiegend von Jugendlichen begangen, erhöhten sich um 43 Prozent auf 206 Fälle.

20 Graffiti-Schmierereien konnten durch exzellente polizeiliche Arbeit geklärt werden, wie überhaupt Dienstellenleiter Gerhard Schmitt und Kriminaldienstleiter Jürgen Weyland mit Arbeitsleistung und Motivation ihrer Mitarbeiter sehr zufrieden sind. Die Polizeiinspektion Köllertal mit ihrer Hauptstelle in Heusweiler genieße in der Öffentlichkeit weiterhin hohes Ansehen, die stetig hohe Zahl von Hilfeersuchen ist ein Indiz, dass man ihr viel Kompetenz zutraut.



Es wurden allerdings auch fünf Widerstände gegen Polizeibeamte registriert, im Jahr zuvor war es nur ein einziger gewesen. Es wächst die Zahl derjenigen, die vor der Polizei keinerlei Respekt mehr haben.