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Niederlage bei der HSG Hunsrück: Der HSV Püttlingen verschläft die Anfangsphase

Niederlage bei der HSG Hunsrück : Der HSV Püttlingen verschläft die Anfangsphase

() Eine schwache Anfangsphase hat dem HSV Püttlingen in der Handball-Oberliga womöglich einen Punktgewinn gekostet. Püttlingen unterlag am vergangenen Samstag bei der HSG Hunsrück in der rheinland-pfälzischen Gemeinde Kleinich mit 29:34 (15:18) und musste im dritten Spiel die erste Saisonniederlage einstecken, während die HSG Hunsrück den dritten Sieg in Serie feierte.

Den fünf Toren, die dem HSV Püttlingen in der Partie vor 290 Zuschauern in der Hirtenfeldhalle fehlten, liefen die Gäste früh hinterher. 3:8 aus Püttlinger Sicht lautete der Zwischenstand nach neun Minuten. „Wir waren zu Beginn nicht gut im Spiel. Wir waren meistens einen Schritt zu spät und haben keinen Zugriff auf die Angreiferinnen des Gegners bekommen“, haderte HSV-Trainer Hans Werner Müller.

Allein HSG-Rückraumspielerin Melissa Gräber erzielte in den ersten 20 Minuten fünf Treffer. Nachdem sie in der 22. Minute auf 15:9 für die Gastgeberinnen erhöht hatte, ordnete Trainer Müller eine Manndeckung gegen die HSG-Schützin an. Mit Erfolg. Püttlingens Spielführerin Marion Müller, die nach einer Grippe wieder im Kader stand, verkürzte in der 27. Minute auf 13:16. Und kurz vor der Halbzeit brachte Renáta Szabó Püttlingen bis auf zwei Tore heran (15:17).

Der HSV Püttlingen hätte in der zweiten Halbzeit den Anschluss herstellen können. Doch er ließ zwei freie Wurfchancen am Kreis ungenutzt. Die HSG Hunsrück baute danach ihren Vorsprung aus und lag nach 40 Minuten mit 22:17 in Führung. Die Gäste steckten aber nicht auf und kämpften sich wieder Tor um Tor heran. Vor allem Marion Müller und Szabó heizten der HSG Hunsrück ein. Beide erzielten insgesamt jeweils sieben Treffer. In der 50. Minute hatte Püttlingen den Rückstand bis auf zwei Tore verkürzt (24:26). Der HSV hielt bis sechs Minuten vor dem Ende den Anschluss (28:30). Dann zog die HSG Hunsrück aber erneut davon. Püttlingen kam durch einen Siebenmeter von Marion Müller noch einmal auf drei Tore heran (29:32), aber die Gastgeberinnen ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

„Wir wussten, dass wir in der Schlussphase Harakiri spielen müssen, wenn wir den Rückstand noch aufholen wollen. Dadurch hat der Gegner Räume bekommen, die er gut ausgenutzt hat. Wir haben nicht unverdient verloren“, sagte Trainer Müller. Er hatte Hunsrück vor der Saison als einen der Titelkandidaten ausgemacht und ergänzte: „Hier zu verlieren, ist kein Beinbruch. Trotzdem tut die Niederlage weh, weil sie zu vermeiden gewesen wäre. Im Angriff waren wir wieder sehr variabel. Hinten haben wir leider nicht unseren besten Tag erwischt.“

Am kommenden Sonntag muss der HSV Püttlingen um 16 Uhr beim SV 64 Zweibrücken ran. Der ist wie die HSG Hunsrück mit drei Siegen in die Saison gestartet.