| 21:14 Uhr

Püttlingen besiegt den Spitzenreiter
Der HSV hat die Angriffsmaschine im Griff

Püttlingens Abwehrchefin Kira Martin (mit Ball) erzielte in der Partie gegen Tabellenführer HSG Hunsrück den Treffer zum 21:20 für den HSV. Dieser ebnete den Weg zum 23:20-Heimsieg.
Püttlingens Abwehrchefin Kira Martin (mit Ball) erzielte in der Partie gegen Tabellenführer HSG Hunsrück den Treffer zum 21:20 für den HSV. Dieser ebnete den Weg zum 23:20-Heimsieg. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2
Püttlingen. Der Handball-Oberligist Püttlingen besiegt den Spitzenreiter HSG Hunsrück mit 23:20. Von Mirko Reuther

Der HSV Püttlingen hat in der Handball-Oberliga eine Überraschung geschafft. Die Püttlingerinnen bezwangen am vergangenen Samstag Spitzenreiter HSG Hunsrück in der Trimmtreff-Halle mit 23:20 (14:10). Für die Gäste war es die zweite Saisonniederlage. „Den Grundstein haben wir in der ersten Halbzeit gelegt. Da haben wir uns in der Abwehr hervorragend präsentiert. Die HSG Hunsrück ist eine Angriffsmaschine. Aber wir hatten sie im Griff“, lobt HSV-Trainer Hans-Werner Müller.


In der Tat: Der HSV Püttlingen war vor knapp 100 Zuschauern vom Anwurf weg hellwach. In der sechsten Minute traf Spielführerin Marion Müller zur 4:0-Führung. Die Gäste schlugen zwar zurück und schafften den Anschluss zum 3:4. Aber die Püttlingerinnen spielten fortan wie aus einem Guss – und zogen nach 15 Minuten auf 10:4 davon. „In der Phase haben wir den Gegner dominiert. Danach haben wir uns leider einige technische Fehler geleistet. Das nutzt eine Spitzenmannschaft wie Hunsrück eiskalt aus“, sagt Trainer Müller. Er musste von der Seitenlinie mitansehen, wie die Gäste den Rückstand bis zur Pause bis auf vier Treffer verkürzten (14:10).

Nach dem Seitenwechsel glich der Spitzenreiter binnen zehn Minuten zum 15:15 aus. Aber die Gastgeberinnen schlugen zurück. Marion Müller und Nathalie Wagner brachten den HSV mit 17:15 in Führung. Nach einem Doppelschlag von Renata Szabo lag Püttlingen elf Minuten vor dem Ende mit drei Treffern vorne (20:17).

Die HSG Hunsrück gab sich nicht geschlagen. Binnen weniger Minuten kassierten Püttlingens Lea Helle und Nathalie Wagner Zeitstrafen. Die Gäste nutzten die Überzahl und glichen  drei Minuten vor dem Ende erneut aus (20:20). Wieder hatte der HSV die passende Antwort parat. Kira Martin, eigentlich die Püttlinger Abwehrchefin, ließ im Angriff eine Gegenspielerin alt aussehen und erzielte das 21:20. „Ein extrem wichtiger Treffer. Wenn wir in der Situation kurz vor Schluss das erste Mal in Rückstand geraten, weiß ich nicht, ob wir noch einmal zurückkommen“, sagt Trainer Müller. Seine Mannschaft ließ sich den Sieg in den Schlussminuten nicht mehr nehmen. Als Marion Müller kurz vor Schluss per Siebenmeter zum 23:20 traf, war die Partie entschieden.

Am kommenden Sonntag um 16 Uhr bestreitet der Tabellensechste HSV Püttlingen erneut ein Heimspiel in der Trimmtreff-Halle. Gegner ist der Tabellenneunte SV Zweibrücken. „Im Hinspiel waren wir grottenschlecht und haben eine hohe Niederlage kassiert. Wir brennen auf die Revanche“, sagt Trainer Müller.