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Der etwas andere Lesewettbewerb - in Köllerbach

Zur Not geht’s auch digital : Der etwas andere Lesewettbewerb

Lässt sich auch digital der neue Vorleseprofi finden? – Ja, zeigt das Beispiel der Kyllbergschule Köllerbach.

Ereignisreich ging es rund um die Grundschule am Kyllberg im Püttlinger Stadtteil Köllerbach zu. Und das nicht nur wegen einer Detektivgeschichte, in der es um einen verschwundenen Diamanten geht.

Der Vorlesewettbewerb der Grundschule, eigentlich eine Tradition, drohte Corona-bedingt auszufallen. In dieser misslichen Lage entwickelte das Team um Schulleiterin Nicole Bechold erstmals ein Konzept, um den Wettbewerb digital über die Bühne zu bringen.

„Premiere – hoffentlich klappt alles!“ Das wünschte sich die Rektorin, das erhofften sich die Teilnehmer. Also verschickte das Schulsekretariat am frühen Morgen einen Verbindungs-Link mit den benötigten Internet-Zugangsdaten an die vier Lese-Kandidaten der beiden vierten Klassen und ebenso an die vier Juroren. Alle wählten sich ein, etwa über Smartphone, PC oder Tablet-Computer, schalteten Mikrofone sowie Kameras ein. Die Verbindung stand, jetzt ging’s los!

Jedes Kind las zunächst einen selbst ausgewählten Text, dann einen bis dahin unbekannten Text, den die Rektorin vorgegeben und den sie am Morgen bei den Kindern abgegeben hatte. Die Jury bestand aus Schulelternsprecherin Nina Stauner, dem Förderverein-Vorsitzenden Gerhard Braun, Buchhändlerin Christina Barbian und Rektorin Nicole Bechold.

Das Vorlesen via Internet hörte sich anders an als live. Aber es waren ja für alle die gleichen ungewöhnlichen Bedingungen, sodass niemand benachteiligt war. Die Jury beurteilte – natürlich digital – Lesefertigkeit, Spannungsaufbau, Deutlichkeit, Ausdruck. Martha Ziegler aus der Klasse 4.2 sorgte mit ihrem Text „Die drei Ausrufezeichen: Tatort Hollywood. Der Juwelenraub“ für die richtige Spannung und gewann. Freuen dürfen sich neben der neuen Lesekönigin die weiteren Kandidaten über je ein Buchgeschenk vom Schulförderverein und von der Buchhandlung Balzert.