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Denise Klein (SPD) Edmund Altmeyer (CDU) und parteiloser Stefan Kaden.

Was junge Leute wissen wollen : Drei Bewerber auf dem Prüfstand

Püttlinger Bürgermeisterkandidaten präsentierten sich bei einer Veranstaltung des Jugendbeirates.

Auf Einladung des Jugendbeirats der Stadt stellten sich am Samstag die drei Püttlinger Bürgermeisterkandidaten in einer Podiumsdiskussion im Schlösschen gut drei Stunden lang rund 50 Zuhörern vor. Amtsinhaber Martin Speicher (CDU) tritt wegen des Erreichens der Altersgrenze nicht mehr an. Um seine Nachfolge bewerben sich Denise Klein (SPD), Edmund Altmeyer (CDU) und der parteilose Stefan Kaden. Moderator Lars Weber, Sprecher des Regionalverbandes, bemühte sich, die Unterschiede zwischen den Kandidaten herauszuarbeiten.

Ein dreifaches Ja kam auf die Fragen, ob das Wahlalter auf 16 gesenkt und die E-Mobilität ausgebaut werden solle. Unterschiede gab es beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Während Denise Klein meinte, die Ortsteile seien – bis auf die Ritterstraße und Rittenhofen – gut versorgt, nannte Altmeyer den ÖPNV „noch nicht optimal, weil zu teuer und zu unattraktiv“. Ähnlich antwortete Kaden, der einen kostenlosen ÖPNV forderte, aber die Finanzierung gelöst haben will.

Auch in der Frage, ob die Gebundene der Freiwilligen Ganztagsschule vorzuziehen sei, gab es unterschiedliche Meinungen. Während Denise Klein forderte, eine Gebundene Ganztagsschule an einer der vier Püttlinger Grundschulen einzurichten, bestand Altmeyer auf dem Erhalt der Freiwilligen Ganztagsschule. Er erklärte aber auch: „Wenn es einen Bedarf für eine Gebundene gibt, werde ich mich dem nicht verschließen.“ Stefan Kaden nannte das Schulsystem „nicht modern und zeitgemäß“.

Auf die Senioren angesprochen, meinte Kaden, das Püttlinger Mehrgenerationenhaus sei ein „Altentreff“, während Altmeyer und Klein betonten, dieses Haus sei ein Zentrum für Jung und Alt. Altmeyer sagte, die Angebote dort müssten ausgebaut und ähnliche Einrichtungen in den Ortsteilen installiert werden. Denise Klein forderte einen Runden Tisch für alle, die Seniorenarbeit machen und einen Masterplan.

Um Leerstände zu beseitigen, regte Kaden an, in der Innenstadt einen Bio-Supermarkt, ein plastik- und kunststoffloses Geschäft sowie einen Laden für regionale Produkte anzusiedeln.

Altmeyer schlug vor, gemeindliche Gebäude zu sanieren und für Investoren attraktiver zu machen. Klein will versuchen, den Wochenmarkt attraktiver zu gestalten und mehr Fachgeschäfte in die Innenstadt zu holen.

Auch zum Tourismus haben die Kandidaten Ideen. So möchte Klein, dass der Stadtpark ähnlich gestaltet wird wie der Saarbrücker Staden. Kaden schlägt ein Tourismuskonzept für die Köllerbacher Burg und die Martinskirche vor, und er will den Trimmtreff mit Hilfe privater Investoren attraktiver machen.

Bewerber Altmeyer möchte unter anderem einen Panoramarundweg von Berg bis Elm-Sprengen, einen Literaturwanderweg vom Kulturbahnhof bis zum Kloster und einen Premiumwanderweg um die Bergehalde verwirklichen.

Am Ende ließ Lars Weber die Kandidaten Sätze vervollständigen. Zum Beispiel: „Der schönste Fleck in Püttlingen ist für mich…“ Denise Klein nannte „…unsere Wälder“, Kaden „…mein Zuhause Etzenhofen“ und Altmeyer „…die Römerstraße, wenn man auf Püttlingen blickt.“