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Das Projekt "Kirche Mobil" bringt die Kirche zu den Menschen

Modellprojekt : Dekanat Völklingen unterwegs in heiliger Mission

Das Motto des Projekts „Kirche Mobil“: „Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen, kommt die Kirche zu ihnen.“

Im Rahmen seiner Sommertour besucht Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) auch in diesem Jahr wieder verschiedene Stationen in den Landkreisen. Am Montagmorgen informierte er sich auf dem Kardinal-Maurer-Platz in Püttlingen über das Projekt „Kirche-Mobil“ des Dekanats Völklingen. Hans wollte von den Initiatoren wissen, welche Idee hinter diesem Projekt steht. Diakon Chris Storb erklärt: „Uns ist es als Kirche wichtig, zu den Menschen zu gehen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und zu erfahren, welche Themen sie bewegen.“

Storb leitet das Projekt gemeinsam mit Pastoralreferent Christoph Morgen und Gemeindereferentin Carla Martin. Der Startschuss fiel am 14. Februar, als das Kirche-Mobil erstmals in Püttlingen vorgestellt wurde. Das Kirche-Mobil ist ein umgebauter Transporter, den man sich wie ein Bäckerauto vorstellen kann. Wenn das Mobil auf Wochenmärkten, Dorfplätzen, vor Friedhöfen oder anderen Stationen Halt macht, kann man die Schiebetür an der Seite öffnen, eine Markise rausdrehen, Stehtische, Stühle und einen kleinen Tisch aufbauen – und schon ist Kirche vor Ort. Erreicht werden sollen vor allem Menschen, die sonst nicht den Drang haben, auf die Kirche zuzugehen. Geplant war, dass das Mobil nach dem Start im Februar an etwa 200 Tagen durch das Dekanat Völklingen fährt.

Aber dann kam Corona. „Dadurch sind unsere Einsätze etwas weniger geworden als geplant“, sagte Christoph Morgen. Im Mai wurden die Fahrten wieder aufgenommen und ab Juni ist das Mobil dreimal in der Woche unterwegs. „Es wird sehr gut angenommen, die Menschen sind offen für Gespräche und interessiert“, so Morgen. Und Storb ergänzte: „Wir müssen als Kirche neue und frische Wege gehen und in der Öffentlichkeit mehr Präsenz zeigen.“ Carla Martin sagte, die Seelsorger, die das Mobil begleiten, warten nicht, bis Menschen auf sie zukommen: „Wir gehen von uns aus auf sie zu. Wir gehen auch zu Taxifahrern, die in der Nähe halten und gehen in die Geschäfte vor Ort, um dort mit Menschen zu sprechen.“ Das Projekt sei ein Modellprojekt und ein Paradebeispiel für eine diakonische Kirche, wie sie auch in der Synode des Bistums Trier beschlossen wurde. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir uns als Kirche nicht zurückziehen“, erklärte Christoph Morgen. Unterstützt werden die Hauptamtlichen von zahlreichen Ehrenamtlichen sowie Kooperationspartnern. So war in Püttlingen die Caritas und das Ambulante Hospitz St. Michael Völklingen mit dabei. In dieser Woche macht das Kirche-Mobil noch am Mittwoch, 15. Juli, auf dem Wochenmarkt in Riegelsberg und am Donnerstag, 16. Juli, jeweils ab 9 Uhr, auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Ludweiler Station.

Weitere Information erteilt Christoph Morgen unter Telefon (0 68 31) 76 10 12 4 oder per E-Mail unter
christoph.morgen@bistum-trier.de.