Das Land der Weihnachtsbäume

Heusweiler. Bald ist es wieder soweit: Das Bedürfnis nach weihnachtlicher Ruhe und Beschaulichkeit - nicht selten im Wechselspiel mit hektischer Betriebsamkeit - hält wieder Einzug im Köllertal. Viele Geschäfte sind bereits auf Weihnachtseinkauf und Vorbereitungen programmiert

Heusweiler. Bald ist es wieder soweit: Das Bedürfnis nach weihnachtlicher Ruhe und Beschaulichkeit - nicht selten im Wechselspiel mit hektischer Betriebsamkeit - hält wieder Einzug im Köllertal. Viele Geschäfte sind bereits auf Weihnachtseinkauf und Vorbereitungen programmiert. Die ersten "öffentlichen Weihnachtsbäume" stehen schon, und auch in den Familien steht die Anschaffung des passenden Weihnachtsbaumes so langsam auf der Tagesordnung.Die Weihnachtsbaum-Verkäufer stehen in den Startlöchern. So auch im Heusweiler Ortsteil Numborn. Wie viele Weihnachtsbäume der Numborner Manfred Dörr in den vergangenen 25 Jahren bereits verkauft hat, weiß er selbst nicht ganz genau. "Ein beachtliches Wäldchen muss es schon sein", so der grobe Überschlag des Malermeisters im Ruhestand. Auf einer Wiese neben seinem Haus wachsen zurzeit wieder etwa 3500 Bäume ihrer Bestimmung entgegen. Die Idee zur groß angelegten Aufzucht der Nadelbäume hatte vor einem Vierteljahrhundert der Cousin von Dörr, Gerhard Groß. In der Brückhumes in Kutzhof verkaufte Groß damals seine Bäumchen, bis er sich mit Vetter Manfred Dörr und dessen Ehefrau Brigitte zusammenschloss. Aus weiten Teilen des Landes kämen seine Kunden inzwischen, berichtet Dörr. Schon viele Wochen vor dem Fest machen sie sich in seinem Weihnachtsbaumparadies zu schaffen, wandern durch den Hain und markieren "ihren" Baum mit Bändchen, die Dörr in einem zugänglichen Behältnis bereit hält. Wenn es schließlich soweit ist, ein paar Tage vor dem Fest, kommen die Kunden, lassen sich den markierten Baum abschneiden, bezahlen, und fertig. "Auf diese Weise sind unsere Bäume immer frisch", sagt Dörr. Vornehmlich Deutsche Rotfichte in Größen bis zu fünf Meter, Blaufichten, Stechfichten oder die berühmten Nordmanntannen stehen zur Auswahl. Besonders reizvoll ist Dörrs Bäumeland, wenn Schnee die Landschaft bedeckt. Zum Aufwärmen gibt's dann auch schon mal einen Glühwein in seiner Gartenblockhütte. Der Verkauf und die Aufzucht der künftigen Weihnachtsbäume sei nur ein Hobby, so Dörr. Der Verkaufspreis decke gerade mal die Kosten der Plantage. Die Pflege der Anlage und der jungen Bäume sowie das Anschaffen der Setzlinge schlügen kräftig zu Buche. "Aber es macht jedes Jahr von neuem großen Spaß", sind sich die drei Weihnachtsbaum-Gärtner Brigitte und Manfred Dörr und Gerhard Groß einig.