1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Püttlingen

„Das ist manchmal unerklärlich. Daran zerbrechen wir momentan“

„Das ist manchmal unerklärlich. Daran zerbrechen wir momentan“

Köllerbach galt als Saarlandliga-Titelkandidat. Doch die SF liegen 19 Punkte hinter Rang eins. „Ich denke, dass es eine mentale Sache ist. Manche haben Probleme, sich kontinuierlich auf ein Spiel zu konzentrieren“, sagt Robin Vogtland.

Diesen Sommer wechselte Robin Vogtland vom Fußball-Oberligisten SC Hauenstein eine Liga tiefer zu den SF Köllerbach . Der Saarlandligist galt nach einer Serie von 16 Spielen mit nur einer Niederlage für die neue Saison als heißer Titelkandidat. "Ich bin hergekommen, um vorne mitzuspielen", sagt denn auch der Rechtsverteidiger: "Aber es läuft im Moment anders, als wir es uns vorgestellt haben." Nach 17 Spielen stecken die Köllerbacher im Mittelfeld der Tabelle fest - Platz eins ist bereits 19 Punkte entfernt.

Dass die Ausbeute zu wenig für Vogtland ist, lässt ein Blick auf seine Karriere erahnen. Bis vor fünf Jahren spielte er beim 1. FC Saarbrücken , wo er den Aufstieg in die 3. Liga miterlebte. Er spielte in der Saarauswahl und empfahl sich für den Bundesligisten 1. FC Nürnberg . "Ich war dort im Probetraining - nach einem Jahr in der Reserve sollte ich in die erste Mannschaft hochgezogen werden. Man hat schon von der U 20-Nationalmannschaft gesprochen", erzählt der 25-Jährige: "Aber es gab Probleme mit meinem Berater, und der Wechsel hat gar nicht stattgefunden. Warum, weiß ich bis heute nicht."

Stattdessen ging Vogtland zum Bonner SC, der jedoch nach fünf Wochen Insolvenz meldete. Nach einem Vorspielen beim SC Freiburg unter Trainer Christian Streich landete er schließlich beim FC Homburg. "Es war schade, dass das mit Nürnberg nicht geklappt hat, weil ich wirklich Profi hätte werden können", erzählt Vogtland: "Aber Homburg war auch cool mit Auf- und Abstieg in der Regionalliga und den geilen Fans - ich bereue es also nicht." Beim FCH absolvierte Vogtland sein erstes Spiel vor 10 000 Zuschauern, spielte in Kaiserslautern und gegen Schalke 04 . "Ich bin zwar Dortmund-Fan, aber das war auch schön", erzählt er lachend.

Nach Stationen beim SVN Zweibrücken, Wismut Gera und Hauenstein landete der Verteidiger in Köllerbach , wo er mit seinem neuen Verein den Erwartungen hinterherläuft. "Es ist schwer zu erklären", sagt Vogtland: "Ich denke, dass es bei vielen eine mentale Sache ist. Manche haben Probleme, sich kontinuierlich auf ein Spiel zu konzentrieren. Der Siegeswille ist da, aber auf dem Platz kriegen wir das nicht umgesetzt." Vor allem die Chancen-Auswertung ist oftmals ein Problem. "Dann ist einfach der Wurm drin, das ist manchmal unerklärlich. Daran zerbrechen wir momentan", erklärt der 25-Jährige: "Wir müssen noch mehr als Einheit auftreten, dürfen den Glauben an uns nicht verlieren. Dann kommen wir nochmal an unsere 100 Prozent und werden in der Rückrunde konstanter sein."

Diese beginnt an diesem Samstag um 14.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen die SG Saubach. "Wichtig ist jetzt, die nächsten Spiele zu gewinnen, um den Bock umzustoßen. Wir müssen uns auf jedes Spiel neu fokussieren", sagt Vogtland.