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Fußball-Saarlandliga
„Das Gesamtpaket hier passt einfach“

Zeigt auch in der kommenden Saison an, wo es bei den Sportftreunden Köllerbach lang geht: Spielertrainer Robin Vogtland.
Zeigt auch in der kommenden Saison an, wo es bei den Sportftreunden Köllerbach lang geht: Spielertrainer Robin Vogtland. FOTO: Andreas Schlichter
Köllerbach. Robin Vogtland bleibt Spielertrainer in Köllerbach. Co-Trainer wird Florian Bohr. Den Club verlassen Meriton Mehmeti und Roni Ciftci. Von Philipp Semmler

Die Sportfreunde Köllerbach haben vor dem Heimspiel an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen den Tabellendritten SV Auersmacher die Trainerfrage geklärt. Auf SZ-Nachfrage gab der Tabellenneunte bekannt, dass der 28 Jahre alte Robin Vogtland auch in der kommenden Saison als Spielertrainer fungieren wird. „Robin lebt die Sache Köllerbach. Er übt sein Amt 24 Stunden am Tag mit voller Leidenschaft aus. Das war der Grund für uns, mit ihm zu verlängern“, erklärt Sportvorstand Bernd Gillet. „Das Gesamtpaket hier passt einfach“, sagt Vogtland: „Dass ich mich im Verein wohlfühle, ist ja bekannt. Zudem haben alle wichtigen Spieler verlängert. Deshalb habe ich mich entschieden zu bleiben.“


Neben Vogtland wird der vor der Saison verpflichtete sportliche Leiter Dogan Coskun weiter bei den Sportfreunden arbeiten. Zudem wird der in der Winterpause vom SC Friedrichsthal gekommene Mittelfeldspieler Florian Bohr in der nächsten Spielzeit nicht nur als Spieler, sondern auch als Co-Trainer bei den Sportfreunden fungieren. „Das war ein Wunsch von mir“, erklärt Vogtland: „Ich wollte jemanden als Assistenten, dem ich vertraue. Und Florian kenne ich schon, seit wir gemeinsam beim 1. FC Saarbrücken in der U15 gespielt haben.“

Ganz abgeschlossen sind die Planungen bei den Sportfreunden Köllerbach noch nicht. „Wir suchen noch einen Trainer für unsere zweite Mannschaft in der Bezirksliga“, berichtet Gillet. Amtsinhaber Francesco Notarrigo beendet nach dieser Spielzeit sein Engagement aus zeitlichen Gründen.



Nachdem die Trainerfrage bei der Saarlandliga-Mannschaft geklärt ist, suchen die Köllerbacher Verstärkungen. Bislang steht Stürmer Yannik Nonnweiler vom Ligakonkurrenten FV Schwalbach als Neuzugang fest (wir berichteten). „Von null bis drei weiteren Neuzugängen ist alles möglich. Wir werden aber nur noch jemanden holen, wenn es sich anbietet“, sagt Gillet: „Sollte dies nicht der Fall sein, ist unser Kader auch so stark genug.“ Bis auf zwei Spieler werden wohl alle aus dem aktuellen Aufgebot beim Tabellenneunten bleiben.

Die beiden Akteure, die in der kommenden Saison nicht mehr dabei sein werden, zählen bereits nicht mehr zur Mannschaft. Vor kurzem haben die Sportfreunde den Vertrag mit Mittelfeldspieler Meriton Mehmeti aufgelöst. „In beiderseitigem Einvernehmen“, sagt Gillet. Zudem deutet alles auf eine Trennung von Stürmer Roni Ciftci hin. Der 21-Jährige erklärte nach Angaben von Gillet vor einigen Wochen, dass er nicht mehr für die Sportfreunde auflaufen will. Ciftci war im vergangenen August vom FV Schwalbach gekommen, wohin er erst in der Sommerpause vom SV Karlsbrunn gewechselt war.

In der Partie an diesem Samstag gegen Auersmacher hofft Köllerbach darauf, Revanche für die höchste Saisonniederlage nehmen zu können. Gegen den Tabellendritten kam Vogtlands Mannschaft im Hinspiel mit 0:6 unter die Räder. „Wir werden alles daran setzen, um zu zeigen, dass das nur ein Ausrutscher war“, kündigt der Übungsleiter an. Das wird allerdings nicht einfach werden, denn der SV Auersmacher kämpft um den Aufstieg. Als Tabellendritter würde der SV an der Oberliga-Relegation teilnehmen, weil Spitzenreiter TuS Herrensohr erklärt hat, nicht aufsteigen zu wollen (wir berichteten).

Für den SV Auersmacher ist es noch möglich, Herrensohr (vier Punkte mehr) und den Tabellenzweiten Borussia Neunkirchen (zwei Zähler mehr) abzufangen. Wie viele Punkte dazu nötig sind, da will sich Trainer Andreas Wellner nicht festlegen. „Wichtig ist für uns jetzt erst einmal, dass wir die Niederlage vom letzten Wochenende vergessen machen.“ Da verlor seine Mannschaft zu Hause mit 1:2 gegen den VfB Dillingen. „Wenn wir unser Potential abrufen, sind wir in der Lage, ganz oben dabeizubleiben“, ist sich der 38-Jährige sicher.

Mut macht Wellner vor allem die Tatsache, dass seine Mannschaft nach 16 Gegentoren in fünf Liga-Spielen im März wieder zu mehr defensiver Stabilität gefunden hat. Er erklärt: „Wir haben ein paar Sachen umgestellt. Unter anderem machen wir das Zentrum besser dicht. Das hat sich ausgezahlt.“ In den vier Begegnungen im April kassierte der SV Auersmacher nur noch fünf Gegentore.