Bittere Nachricht weckt Erinnerungen

Bittere Nachricht weckt Erinnerungen

Die Nachricht dieser Woche im Köllertal war keine gute: Die Geburtshilfe im Püttlinger Krankenhaus schließt zum Jahresende. Das hat das Knappschaftsklinikum Saar GmbH am Dienstag bekanntgegeben.Die Begründung klingt einleuchtend: In der Püttlinger Klinik kommen nicht mehr genug Kinder zur Welt.

2013 gab es 274 Geburten, bis Ende dieses Jahres rechnet die Krankenhausleitung mit ungefähr 170. Gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilungen dürfen nach dem Saarländischen Krankenhausgesetz jedoch nur betrieben werden, wenn sie regelmäßig mehr als 300 Geburten jährlich haben. Und diese Zeiten sind in der Köllertalstadt vorbei.

Also einfach nüchtern abhaken? Nein, dazu ist eine Entbindungsstation mit viel zu vielen Erinnerungen und Emotionen verknüpft. Seit 1965 sind im Püttlinger Krankenhaus Tausende neuer Erdenbürger begrüßt worden (eine genaue Zahl konnte die Klinikleitung auf Anfrage unserer Zeitung nicht nennen).

Für die SZ war es schöne Tradition, am 1. Januar nach dem ersten Baby des Jahres im Köllertal zu fragen und in Wort und Bild darüber zu berichten. Vorbei. Künftig werden wir uns darauf konzentrieren müssen, über Nachwuchs bei den Wasserbüffeln in der Köllertalaue zu informieren. Und die sind zumindest eifrig bei der Sache, wie drei Kälbchen in einer Woche in diesem Oktober beweisen.

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