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Bischof Ackermann weiht "Corona-Altar" in Püttlingen ein

Altar-Einweihung : Bischof Ackermann hält Messe in Püttlingen

Der Kirchenfürst war gekommen, um den „Corona-Altar“ des Klosters Heilig Kreuz zu segnen.

„Ein gelungenes, wunderbares und ausdrucksstarkes Zeichen“ – so bezeichnete Bischof Stephan Ackermann den „Corona-Altar“, der am Püttlinger Kloster Heilig Kreuz direkt vor dem Griesenbrock-Kreuz neu errichtet worden ist. Der Bischof war am vergangenen Sonntag aus Trier nach Püttlingen gekommen, um zum Fest der Kreuzerhöhung den neuen Altar zu segnen.

Kreuz und Altar seien ein Ort, an dem „wir Menschen zugeben können, dass wir verwundbar sind“, sagte Bischof Ackermann; aber auch eine Gelegenheit zu danken, für den medizinischen Fortschritt, für kluge Politik und das Verständnis und Verhalten der allermeisten Menschen. Aber man dürfe auch klagen an diesem Ort. „Wir sind nicht Gott, wir bleiben verletzlich. Aber wir dürfen zu Gott kommen, der sich uns in Jesus Christus zuneigt. Alle, die hierher kommen, sollen sich daran erinnern und Trost empfangen“, sagte der Bischof in seiner Begrüßung zum Gottesdienst.

Neben dem Kirchenfürsten waren noch weitere Geistliche der Einladung des Klosterkonvents der Nazarethschwestern gefolgt, darunter die Dechanten Franz-Josef Werle vom Dekanat Völklingen und Hans-Georg Müller vom Dekanat Saarlouis. Die von Mitgliedern des Kirchenchores St. Sebastian unter Leitung von Claus Bär musikalisch gestaltete Feier fand statt unter strenger Beachtung der Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und des Schutzkonzeptes des Bistums Trier.

Der Altar aus 1,2 Tonnen Stahl war ursprünglich 2006 für den Katholikentag in Saarbrücken gefertigt worden. Der damalige Trierer Bischof und heutige Kardinal Reinhard Marx hatte ihn anschließend der Stadt Püttlingen geschenkt. In der Tradition der mittelalterlichen Pestkreuze soll er nun als „Corona-Altar“ ein Ort sein, an dem Menschen ihre Sorgen, Ängste und Leiden vor Gott „ablegen“.