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Gut gemacht
Bildchen erstrahlt wieder im alten Glanz

Reinhold Müller an dem von ihm restaurierten Bildchen im Püttlinger Stadtteil Ritterstraße.
Reinhold Müller an dem von ihm restaurierten Bildchen im Püttlinger Stadtteil Ritterstraße. FOTO: Walter Faas
Püttlingen. Reinhold Müller und Mitarbeiter der Erwerbslosenselbsthilfe Püttlingen putzten Denkmal auf der Ritterstraße heraus.

Das „Bildchen“ im Püttlinger Stadtteil Ritterstraße, ein Denkmal mit zwei Kreuzen und einer geschnitzten Madonna, einem so genannten Marterl, wurde in diesem Jahr schön restauriert. Unter anderem durch Mitarbeiter der Erwerbslosenselbsthilfe (ESH) Püttlingen, die die Holzkreuze erneuerten und durch den Ritterstraßer Bürger Reinhold Müller. Müller, Jahrgang 1933, lebt seit über acht Jahrzehnten in unmittelbarer Nachbarschaft des Bildstockes und sorgt sich seit vielen Jahren um Erhalt und Pflege der Anlage.


Den Chroniken zufolge hat an dieser Stelle mit der Flurbezeichnung „Dreibildchesborn“, im Volksmund auch als „Bauernwaldgrube“ bezeichnet, seit Jahrhunderten ein Wegekreuz an den so genannten „jähen Tod“ eines Bergmannsbauern im Übertagestollen am Hang zum Frommersbachtal erinnert. Lange Zeit, noch bevor der heutige Stadtteil Ritterstraße um das Jahr 1825 endgültig besiedelt wurde, trafen sich an dieser Stelle Menschen zum Gebet, zu Andachten und Fürbitten gegen Unwetter, Trockenheit, Missernten oder Unfällen insbesondere im gefährlichen Bergbau. Dank der Initiative erstrahlt das Bildchen jetzt wieder im alten Glanz.

(et)