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Büroleiter der CDU-Generalsekretärin
Berlin sorgt für Stühlerücken in Püttlingen

Mark Reck wird künftig für die Bundes-CDU in Berlin arbeiten.
Mark Reck wird künftig für die Bundes-CDU in Berlin arbeiten. FOTO: Reck
Püttlingen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mark Reck geht als Büroleiter der Generalsekretärin ins Adenauer-Haus. Von Marco Reuther

Die Bundespolitik sorgt für Stühlerücken im Püttlinger Stadtrat: Bekanntlich ist die bisherige Ministerpräsidentin, die Püttlingerin Annegret Kramp-Karrenbauer, nun Generalsekretärin der Bundes-CDU. Der bisherige Leiter des Büros der Ministerpräsidentin, der Püttlinger Mark Reck (35), geht ebenfalls nach Berlin und ist ab April Leiter des Büros der Generalsekretärin. Reck war aber auch der CDU-Fraktionsvorsitzende im Püttlinger Stadtrat.


Wegen seiner neuen Aufgaben hat Reck sein Stadtratsmandat mit Wirkung zum 31. März niedergelegt, so dass die Stadtratssitzung am Mittwoch seine letzte Sitzung als Ratsmitglied ist. Am gestrigen Montag wählte die CDU-Fraktion Edmund Altmeyer – im kommenden Jahr auch Bürgermeisterkandidat der CDU – zum neuen Fraktionsvorsitzenden. Katharina Altmeyer (die Namens-Gleichheit mit Edmund Altmeyers Tochter ist Zufall) rückt in den Stadtrat nach. „Eigentlich wäre Harald Kraus, Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Köllerbach, in den Stadtrat nachgerückt“, schilderte Reck, „er hat aber aus Zeitgründen das Mandat nicht angenommen“, so dass das Mandat an Katharina Altmeyer gefallen ist.

Mark Reck ist auch Vorsitzender der CDU Köllerbach. Bei der nächsten regulären Mitgliederversammlung im Herbst soll ein Nachfolger gewählt werden.

Politikwissenschaftler Reck war 2011 bis 2017 Persönlicher Referent der Ministerpräsidentin, dann deren Büroleiter und nun Büroleiter im Adenauer-Haus – ähneln sich die Aufgaben? „Auch wenn es sich ähnlich anhört, die Arbeit unterscheidet sich grundlegend voneinander“, so Reck, „bisher habe ich für die Regierung des Saarlandes gearbeitet, nun bald für die Partei. Ich freue mich sehr darauf. Das wird eine spannende und herausfordernde Aufgabe.“ In erster Linie gelte es, das Entstehen des neuen Grundsatzprogramms innerhalb der CDU zu koordinieren und umzusetzen.

„Natürlich ist mir der Schritt nach Berlin nicht leicht gefallen“, so Reck, „ich wäre nächstes Jahr zum Beispiel 25 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gewesen.“ Auch die Arbeit in der Kommunalpolitik werde ihm fehlen. Reck war zehn Jahre Mitglied der Regionalversammlung und seit 2014 Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. Er sagt: „Ich denke, die Erfahrung aus der Kommunalpolitik kann in Berlin nicht schaden. Im Gegenteil: Ich sehe das als großen Vorteil zu wissen, wie Politik ganz konkret vor Ort gemacht wird.“



Edmund Altmeyer, neuer CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat.
Edmund Altmeyer, neuer CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat. FOTO: Altmeyer