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Beim „Stadtfeschd“ war der Regen nicht gerade ein Segen

Als das Wetter gestern beim Verkaufsoffenen Sonntag auch mal gut war, ließ es sich gut bummeln, beim Püttlinger „Stadtfeschd“.
Als das Wetter gestern beim Verkaufsoffenen Sonntag auch mal gut war, ließ es sich gut bummeln, beim Püttlinger „Stadtfeschd“.
Püttlingen. Musik – das ist ein ganz wesentlicher Punkt beim „Püttlinger Stadtfeschd“. So sorgten sieben Bands und der Tambourverein Blau-Weiß Köllerbach bei der 25. Auflage des Festes zumindest für die Sonne im Herzen. Andreas Lang

Mit dem Gassenhauer "Wir gehn nach Haus, machen die Lichter aus" beendet am Freitag der Tambourverein Blau-Weiß Köllerbach seinen Eröffnungsauftritt beim Püttlinger Stadtfest. Doch bis zum "Lichter aus" dauert es noch ein Weilchen. Denn die dreitägige Feier in der Stadtmitte hat ja gerade erst begonnen, und die singende Tierärztin Majka Kiefer hat mit ihrer Band Majkallica jetzt richtig Lust, den Marktplatz zu rocken. Sie legen dann auch gleich richtig los, das Quintett verheiratet Metallicas "Enter Sandman" und "Don't stop believing" von Journey. Zwei Songs, die scheinbar nicht zusammenpassen - Majkallica beweist das Gegenteil.



Heirat und Hochzeit waren auch das Thema der Verkehrsvereinsvorsitzenden Laila Lenz bei ihrer Eröffnugnsrede eine halbe Stunde zuvor an der größeren Bühne am Kardinal-Maurer-Platz, wo inzwischen die Band Foolin' around rockt und zum Beispiel Titel des Kanadiers Bryan Adams covert.

"Unser Stadtfest feiert in diesem Jahr Silberhochzeit", so Lenz, denn Püttlingen feiert sich zum 25. Mal selbst. Mit ganz viel Musik, mit Ponyreiten, verkaufsoffenem Sonntag und vielen Essens- und Getränkeständen zwischen den beiden Bühnen.

Beim Fassbieranstich vertritt einmal mehr der Beigeordnete Christian Müller den gesundheitlich angeschlagenen Bürgermeister Martin Speicher . Müller würdigt auch den Vater des Stadtfestes: "Arthur Walz, der Ehrenvorsitzende des Verkehrsvereins, hat dieses Fest vor 25 Jahren ins Leben gerufen."

Das Jubiläum entwickelt sich jedoch zäh. Am Eröffnungabend nieselt es gelegentlich. Außerdem wird am Kulturbahnhof noch gerockt, und dort zieht die aufstrebende Band Honey Creek allerhand Publikum ab. Nieseln auch am Samstagnachmittag, der sich am frühen Abend gottlob verzieht. Sins'N'Rise, die Püttlinger Nachwuchs-Rockband, die im Vorjahr den Stadtwettbewerb gewonnen hat, bekommt schon ein bisschen Sonne ab. Wenige Stunden, ehe es mit der Party-Band Elliot am Kardinal-Maurer-Platz und den Oldies der Blackbirds am Marktplatz abgeht, lässt sich sogar die Sonne richtig blicken.

Mit der Dunkelheit aber kommt der Niederschlag wieder - und dieses Mal nicht als Nieseln, sondern als sommerlicher Schauer. Bewölkter Himmel auch den Sonntag über, als die Geschäfte im Festbereich öffnen. So lange das Wetter hält, nutzen Kinder die Gelegenheit, auf Pony-Rücken eine Runde zu drehen. DaVinci, die Partyband mit Italo-Einschlag und dem smarten Bouser Sänger Giovanni Burgio, zieht auch bei wechselhaftem Wetter Publikum. Wie auch die Country-Musik, die Lunchbox auf dem Marktplatz spielt. Bekannte Bands dieser Richtung ziehen stets die Line-Dance-Gruppen der Region an, die auch zum Finale des Püttlinger Stadtfestes erwartet wurden.

Ja, und auch der Tambourverein hat noch einen Auftritt. Dieses Mal zum Sonntagsfrühschoppen. Selbst wenn sie dabei wieder musikalisch die Lichter ausmachen - im Gassenhauer heißt es ja weiter: "Ein Bier zum Schluss, das ist ein Hochgenuss." Und das kann sich bekanntlich einige Stunden hinziehen.

Ein schönes Eis hilft dem Sommer-Feeling auf die Sprünge, hier mit (von links) Michelle und Rebecca. Fotos: Jenal
Ein schönes Eis hilft dem Sommer-Feeling auf die Sprünge, hier mit (von links) Michelle und Rebecca. Fotos: Jenal