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„Bei uns hat jeder etwas zu sagen“

„Bei uns hat jeder etwas zu sagen“

Die Sportfreunde Köllerbach reden in der Fußball-Saarlandliga ein Wörtchen im Aufstiegskampf mit. Das ist der Verdienst von Robin Vogtland und Daniel Magno – ein Trainerduo, das „nicht immer der gleichen Meinung sein kann“.

Die SF Köllerbach erwarten an diesem Samstag um 15.30 Uhr den SV Bübingen zum Topspiel in der Fußball-Saarlandliga. Bübingen liegt punktgleich mit dem Tabellenführer FV Eppelborn auf Platz vier. Nur einen Punkt dahinter lauert Köllerbach auf Rang fünf.

Dass die Sportfreunde (SF) offenbar ein Wort im Kampf um den Aufstieg mitreden können, ist der Verdienst der Trainer Daniel Magno und Robin Vogtland. Seit Februar sind sie im Amt. Sie haben wichtige sportliche Weichenstellungen vorgenommen. "Daniel und ich haben das Problem ausgemacht, dass der Kader vergangene Saison nicht groß genug war. Deshalb wurden diesmal keine großen Namen verpflichtet. Wir haben uns verjüngt und in der Breite verstärkt", sagt Vogtland. Er schwärmt: "Jetzt haben wir endlich einen echten Konkurrenzkampf im Training. Und der macht jeden Spieler besser."

Vogtland ist nicht nur Trainer. Der 26-Jährige spielt auch auf der Position des rechten Außenverteidigers. "Daniel hat den Blick von Außen auf das große Ganze. Er sieht Dinge, die ich auf dem Feld nicht sehe. Dafür bin ich ein bisschen näher an den Spielern dran und kann die Rückmeldung der Mannschaft aufnehmen. Wir ergänzen uns gut", sagt Vogtland.

"Robin ist eher für die taktischen Dinge zuständig, ich für die Trainingsgestaltung und die Ansprache. Aber bei uns hat jeder etwas zu sagen. Es gibt verschiedene Aufgabenbereiche, aber die gehen fließend ineinander über", erklärt Magno. Der 37 Jahre alte Franzose lief in der vergangenen Saison ebenfalls noch als Spieler für Köllerbach auf, in der laufenden Spielzeit beschränkt er sich auf die Funktion des Trainers. Magno hat das letzte Wort darüber, wer in der Startelf steht. "Aber ich diskutiere nach dem Abschlusstraining mit Robin über die Aufstellung. Eigentlich reden wir sogar vor und nach jedem Training miteinander. Darüber, was uns aufgefallen ist und was wir besser machen können", erklärt der frühere Verteidiger.

Ganz ohne Reibungen läuft auch das Zusammenspiel zwischen Magno und Vogtland nicht ab. "Wir können nicht immer der gleichen Meinung sein. Und keiner von uns ist der Typ, der zu den Vorschlägen des anderen einfach Ja und Amen sagt. Am Ende finden wir aber immer wieder einen gemeinsamen Nenner", sagt Vogtland. "Grundsätzlich wollen wir in die gleiche Richtung, verfolgen die selbe Philosophie", erklärt Magno. Er sagt über Vogtland: "Er hat in seinem jungen Alter schon eine Menge Erfahrung und Sachverstand. Und menschlich ist er einfach ein geiler Typ." Vogtland meint: "Daniel hat im Training immer ein Lächeln im Gesicht. Aber er ist ein zielstrebiger, ehrgeiziger Sportsmann, der nicht verlieren kann. Darin ähneln wir uns."