Baustellen bleiben länger

In der Püttlinger Innenstadt werden Gas- und Wasserleitungen erneuert. Die Arbeiten sollten längst beendet sein, doch „technische Schwierigkeiten“ sorgen für Verzögerungen. Jetzt sollen die Baustellen Anfang Dezember abgeschlossen werden – mit Rücksicht aufs Weihnachtsgeschäft.

Der Supergau droht der Kaufmannschaft in der Püttlinger Innenstadt. Denn die Baustellen , an denen seit Wochen Gas- und Wasserleitungen erneuert und saniert werden, bleiben. Eigentlich sollte schon seit zwei Wochen alles erledigt sein. "Technische Schwierigkeiten", vor allem an Verteilerstellen, hätten aber für Verzögerungen gesorgt. "Eigentlich müssten die Arbeiten noch bis Jahresende dauern", informierte Bürgermeister Martin Speicher in der jüngsten Stadtratssitzung. Das Weihnachtsgeschäft also auch noch im Eimer für die Gewerbetreibenden entlang der Baustellengräben? Frank Pilger , Leiter des Energis-Netzservices, gab zumindest für den Advent Entwarnung: "Wir haben uns jetzt abgestimmt und streben an, die Baustelle Anfang Dezember abzuschließen."

Generell sieht es düster aus um die Versorgungsleitungen im Püttlinger Boden. Pilger , als es laut Tagesordnung eigentlich um schnelleres Internet gehen sollte: "Vor allem das Gasnetz ist relativ marode." Bei ihren Inspektionen würden die Prüfer immer mehr Lecks finden. Also sind weitere Straßenbaustellen notwendig. In der oberen und unteren Pickardstraße. Und rund um den Markt. Die Arbeiten sollen so bald wie möglich beginnen. Pilger : "Wir müssen mal schauen, wie lange die Frostperiode geht und dann entsprechend planen." Er ging auch noch einmal auf die Verzögerungen ein. Und auf Beschwerden, auf der Baustelle würde ja zeitweise nichts passieren. Derzeit laufe die Wassernetz-Analyse, bei der Wasserproben entnommen würden. Die Proben müssten im Labor erst ein paar Tage stehen, damit die zu untersuchenden Kulturen entstehen können. Pilger : "An solchen Tagen tut sich eben an der Baustelle nichts, dafür aber im Labor." Zuletzt seien die Ergebnisse noch nicht zufriedenstellend gewesen. Deswegen sei eine weitere Spülung und damit eine weitere Analyse notwendig.

Es dauere, bis ganz Püttlingen mit schnellem Internet (50 Megabit) verbunden sei. Pilger nannte das Jahr 2022 als Datum für den Endausbau. Eine Abdeckung mit 16 Megabit sei dagegen bereits 2018 möglich. Mark Reck, dem Anführer der CDU-Fraktion im Püttlinger Stadtrat, ist der Zeitrahmen zu weit gesteckt, er kommentierte: "2022 ist absolut inakzeptabel." Und forderte, mit Förderprogrammen von Land und Bund den Endausbau bereits 2018 zu erreichen.