Banker wurden zur Ader gelassen

Püttlingen. Immer wieder, besonders in der unfallträchtigen Urlaubszeit, rufen Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund und ähnliche Hilfsinstitutionen sowie Blutbanken und Kliniken, zu Blutspendeterminen auf. So auch am Donnerstag der Püttlinger Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes, der in diesem Jahr sein 100. Gründungsjubiläum feiert

Püttlingen. Immer wieder, besonders in der unfallträchtigen Urlaubszeit, rufen Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund und ähnliche Hilfsinstitutionen sowie Blutbanken und Kliniken, zu Blutspendeterminen auf. So auch am Donnerstag der Püttlinger Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes, der in diesem Jahr sein 100. Gründungsjubiläum feiert. Während die einen mit den traditionellen Schecks und Geldspenden gratulieren, andere eher mit Sachspenden, hat sich die Volksbank Saar-West, Zweigstelle Püttlingen, ein ganz besonderes "Geburtstagsgeschenk" ausgedacht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde "überreichte" das Vorstandsmitglied Edgar Soester das Präsent: "Ich bringe euch für jedes Jahr eures Bestehens im Jubiläumsjahr einen Blutspender", versprach er Aloysius Meyer, dem Püttlinger Bereitschaftsleiter. Zusammen mit seinem Vorstandskollegen Manfred Ziegler und Mitarbeiter Werner Pink wurde das Versprechen in die Tat umgesetzt. "Wir haben in unseren eigenen Reihen einen Aufruf verfasst", so Soester, "von dessen schneller und überwältigender Resonanz wir selbst überrascht waren." Binnen weniger Tage meldeten sich 109 Mitarbeiter zur freiwilligen Blutspende am Donnerstag. Wenn auch einige aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig nicht an dem Spendetermin in der Peter-Wust-Schule teilnehmen konnten, so waren sie doch zur moralischen Unterstützung ihrer Kollegen mitgekommen und sorgten als helfende Hände für den Flüssigkeitsausgleich und bei der Verteilung der Schnittchen. Und das wurde auch dankbar von den "Rotkreuzlern" angenommen. Über 50 freiwillige HelferÜber 50 freiwillige Helfer und ärztliches Personal der Püttlinger und Dudweiler Ortsverbände hatten alle Hände voll zu tun, immerhin mussten neben den Bankern auch noch die "normalen" Blutspender versorgt werden. Insgesamt verlief die Aktion reibungsfrei und zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten. Die bereitgestellten Kästen mit 500 Milliliter-Beuteln füllten sich Stunde um Stunde mit Blut. Innerhalb von zehn Minuten war jeweils eine Blutspende vollzogen, und nach einer kurzen Erholungsphase konnte der Spender seine Liege wieder verlassen und sich in einem Nebenraum stärken. Bei den über 70 Erst-Spendern der Volksbank-Gruppe zeigte sich allgemeine Erleichterung: "...isch hann's mir schlimmer vorgestellt", so ein Banker, der ungenannt bleiben wollte. Und sein daneben stehender Kollege nickt zustimmend: "...isch glaab, das mach ich nommo", sprach's und biss in ein Schinkenbrötchen, das ihm eine DRK-Helferin mit den Worten reichte: "Ess wass, damit du wiedda zu Kräften kummschd." Edgar Soester: "Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiter." Ehrensache für den Vorstand der Bank und seine Kollegen, dass sie mit gutem Beispiel vorangingen und zu den Ersten gehörten, die angezapft wurden. bub