Bald Schluss mit "Land unter"

Püttlingen. "Die Anlieger leben in Angst", sagte Denise Klein (SPD) am Mittwochabend im Püttlinger Stadtrat. "Diese Probleme mit den Überschwemmungen können, wollen und dürfen wir den Bewohnern nicht länger zumuten", meinte Franz Hertel (DKP). Robert Knecht (CDU) und Kerstin Bremm (FDP) äußerten sich ähnlich. Es geht um den Hochwasserschutz am Schlehbach

Püttlingen. "Die Anlieger leben in Angst", sagte Denise Klein (SPD) am Mittwochabend im Püttlinger Stadtrat. "Diese Probleme mit den Überschwemmungen können, wollen und dürfen wir den Bewohnern nicht länger zumuten", meinte Franz Hertel (DKP). Robert Knecht (CDU) und Kerstin Bremm (FDP) äußerten sich ähnlich. Es geht um den Hochwasserschutz am Schlehbach.Der Schlehbach, normalerweise ein friedliches Bächlein, kann bei Starkregen zur Naturkatastrophe werden. Insbesondere die Hausbesitzer im Wohngebiet "Schlehbach I" (deren Häuser auf dem Gelände des früheren Püttlinger Freibades und direkt am Bachlauf stehen) leiden sehr darunter (wir berichteten). Schon zu Freibadzeiten gab es dort häufig Überschwemmungen, und zwar nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen der noch immer bestehenden Wasserentsorgung aus dem früheren Bergwerk Viktoria.

Seit Jahrzehnten suchen die Verantwortlichen deshalb nach einem richtigen Konzept für den Hochwasserschutz am Schlehbach. Jetzt sollen offensichtlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ausgehend von einem umfangreichen Gutachten durch Fachleute und vorbereitet in einer Sondersitzung des Stadtrates mit den erwähnten Experten sollen ab 2013 folgende Maßnahmen Schritt für Schritt realisiert werden: der Neubau eines Hauptsammlers und eines Rückhaltebeckens, der Umbau des Schachtes an der Einmündung Weiherbach- und Weiherbergstraße beziehungsweise am so genannten Schlenderweg, die Gewässer-Vertiefung in der Dr.-Plaßmann-Straße mit Umbau des Auffang-Rechens sowie diverse weitere Maßnahmen am Bach selbst beziehungsweise am Kanal Schlehbachstraße.

Insgesamt werde die Stadt Püttlingen dafür bis 2017 annähernd drei Millionen Euro investieren, sagte Bürgermeister Martin Speicher (CDU). Entsprechende Planungsaufträge würden auf den Weg gebracht. Darüber hinaus werde die Verwaltung demnächst die betroffenen Anwohner zu einer Einwohnerversammlung einladen, um das Hochwasser-Konzept ausführlich vorzustellen. Foto: Klein