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Auf der Suche nach einem Zentrumsmanager

Auf der Suche nach einem Zentrumsmanager

Die Stelle des Püttlinger Zentrumsmanagers wird neu ausgeschrieben. Der Kommunale Ordnungsdienst wird nicht erweitert. In Etzenhofen wird eine überdachte Bushaltestelle gebaut. Diese drei Beschlüsse fasste der Stadtrat Püttlingen in seiner jüngsten Sitzung.

Im September hatte Harald Klyk sein Amt als Püttlinger Zentrumsmanager aus persönlichen Gründen aufgegeben. Der einzige Bewerber für die Nachfolge hatte im Stadtrat keine Mehrheit gefunden (wir berichteten). Seither ist die Stadt auf der Suche.

Die Sache ist inzwischen insofern dringend, da mit der Besetzung der Stelle auch Fördergelder seitens des Landes verbunden sind. In der jüngsten Sitzung des Stadtrates stand das Thema daher erneut auf der Tagesordnung.

Derzeit übt offenbar ein Vertreter des Planungsbüros Argus Concept die Funktion des Zentrumsmanagers kommissarisch aus (um wen es sich dabei handelt, wollte oder konnte uns das Unternehmen gestern allerdings - obwohl es um ein öffentliches Amt geht - nicht sagen). Der Antrag des parteilosen Ratsmitgliedes Marc Oehlenschläger, diesen Vertreter von Argus Concept dauerhaft mit der Aufgabe zu betrauen, wurde vom Rat mit großer Mehrheit abgelehnt (27 Nein- gegenüber einer Ja-Stimme bei zwei Enthaltungen). Schließlich fand ein Antrag der Partei Bündnis 90/Die Grünen einstimmig den Gefallen aller Ratsfraktionen: Die vakante Stelle soll nun erneut ausgeschrieben werden. Bewerben können sich sowohl Privatpersonen als auch Planungsbüros, die sich mit Stadtmanagement befassen.

20 bis 30 Stunden im Monat

Wie die Sitzungsunterlagen zeigen, ist von einem Zeitaufwand zwischen 20 und 30 Stunden im Monat auszugehen. Bewerber sollten auch ihre Gehaltsvorstellungen mit einbringen, was darauf schließen lässt, dass das Amt nicht mehr als "Ehrenamt" mit Aufwandsentschädigung angesehen wird. Im Zuge des Auswahlprozesses sollen schließlich vier Bewerber zu einer Frage- und Antwortrunde in den Werksausschuss eingeladen werden, um ihre Ideen vorzustellen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Auch mit dem kommunalen Ordnungsdienst hatte sich der Rat auseinandergesetzt: Mit hauchdünner Mehrheit gescheitert ist ein Antrag der CDU-Fraktion, die den Ordnungsdienst um zwei weitere Stellen ergänzen wollte. Dadurch sollte der Dienst, so der CDU-Vorschlag, zu einem "Verkehrs- und Ordnungsdienst" erweitert werden. CDU-Fraktionssprecher Mark Reck hatte dazu in seiner Begründung geschrieben: "Kommunale Ordnungsdienste können nah bei den Menschen sichtbare und kompetente Ansprechpartner sein. Wir benötigen daher mehr qualifiziertes Personal, angemessene Ausrüstung, Uniformen und den Einsatz moderner Kommunikationsinstrumente."

Die Ratsmehrheit folgte diesen Vorstellungen nicht und lehnte also den Antrag ab - insbesondere aus Kostengründen, wie eine Rückfrage der "SZ" bei der Verwaltung ergab.

Ordentliche Haltestelle

Zu guter Letzt nahm der Stadtrat einstimmig einen Antrag der SPD-Fraktion an, der darauf abzielt, am Umsteigepunkt von der Saarbahn auf den Linienbus in Richtung Püttlingen in Etzenhofen eine ordentliche Haltestelle mit Unterstand als Schutz vor widrigen Wetterbedingungen zu schaffen. Die Verwaltung wurde mit der Umsetzung für das kommende Jahr beauftragt.