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Auch an noch nackte Nestlinge ist gedacht

Auch an noch nackte Nestlinge ist gedacht

Sichtbare Fortschritte gibt es bei der Wildvogelauffangstation, die übergangsweise im Haus Waldkauz des Natur- und Vogelschutzvereins Püttlingen eingerichtet wird (wir berichteten). Direkt am Waldrand gelegen, wird gegenwärtig im Außenbereich eine Voliere gebaut, in der später solche Vögel untergebracht werden, die bereits selbständig fressen können. In der Voliere können sie dann ihre "Fitness" aufbauen, um später wieder ausgewildert zu werden.

Die Einrichtung soll von vier Vereinen (Natur- und Vogelschutzvereine Püttlingen und Köllerbach, NABU-Ortsgruppen Köllertal und Riegelsberg) sowie vom Nabu-Landesverband und der Stadt Püttlingen gemeinsam betrieben werden. Sinn der Station ist es, verwaiste Jungvögel , aber auch verletzte und erkrankte Wildvögel aufzunehmen, sie zu füttern und zu pflegen und schließlich wieder in die Freiheit zu entlassen. Dazu wurde im Haus Waldkauz auch ein Pflegeraum eingerichtet, mit kleinen Pflegeboxen und einem Brut-raum, im dem noch nackte Nestlinge aufgezogen werden können. Bereits zum 1. Mai will die Station die Arbeit aufnehmen.

Die größte Herausforderung wird es sein, die Zeit von morgens 6 Uhr bis abends 22 Uhr personell abzudecken, denn in dieser Zeitspanne werden Jungvögel auch in der Natur gefüttert.

Ist alles fertig, dann soll die Station bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden. Die "Zentrale Wildvogelauffangstation Köllertal" - so der geplante Name - soll eine saarlandweite Anlaufstelle werden, um Bürgern mit Rat und Tat beiseite stehen zu können. Es ist geplant, ein saarlandweites Netzwerk von Vogelhelfern und Unterstützern zu spannen, um koordiniert Hilfestellung leisten zu können.

Für alle Beteiligten wird es eine große Herausforderung sein, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Es wird eine Menge Eigeninitiative der Helfer notwendig sein, um dieses Projekt zu stemmen. Daher wünschen sich die Organisatoren "viel Unterstützung, gerade in der schwierigen Startphase".

Info: Anke Scherer, Tel. (01 60) 93 81 52 88; Christoph Scherer, Tel. (01 57) 87 72 92 78.