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Alle sieben Bewerber drin: Heusweiler Gemeinderat wird bunt

Alle sieben Bewerber drin: Heusweiler Gemeinderat wird bunt

Die Linke ist der Verlierer der Wahl zum Heusweiler Gemeinderat. Die Partei verlor im Vergleich zur Wahl 2009 die Hälfte ihrer Stimmen und zwei der vier Sitze.

Im künftigen Heusweiler Gemeinderat sind sieben Parteien vertreten. Bei der Kommunalwahl gestern schnitt die CDU am besten ab. Die Christdemokraten kamen auf rund 37 Prozent der Stimmen, gefolgt von der SPD (32,5 Prozent). Die FDP kam auf 9,1 Prozent, die Alternative für Deutschland (AfD) aus dem Stand auf 6,5 Prozent. Die Linke landete nach starken Verlusten bei 5,9 Prozent. Die Naturverbundene Ökologische Liste (NÖL) verbuchte 4,8 Prozent, die Grünen 4,2 Prozent. Damit verteilen sich die 33 Sitze im neuen Heusweiler Gemeinderat so: CDU: 13, SPD: 11, FDP: 3, AfD: 2, Linke: 2, NÖL: 1, Grüne: 1.

"Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden", meinte Jörg Schwindling, der CDU-Spitzenkandidat. Der neue Rat werde "eine Nummer bunter" sein. "Und damit wird es schwierig, Mehrheiten zu finden", fügte Schwindling hinzu. "CDU, Linke, NÖL und Grüne - das wäre mein Wunschbündnis." Diese Viererbande käme zusammen auf 17 Sitze und hätte eine hauchdünne Mehrheit im Rat.

Enttäuscht zeigte sich Hans-Kurt Hill, Spitzenkandidat der Linke. "Ich bin erstaunt über unsere hohen Verluste", kommentierte Hill das Resultat. Im neuen Rat hat seine Partei nur noch zwei statt vier Mandate, die er und Klara Feld einnehmen werden. An Spekulationen über Bündnisse wollte sich Hill nicht beteiligen. "Wir werden in der Sache entscheiden", betonte er.

"Das ist ein tolles Ergebnis", jubelte FDP-Spitzenmann Oliver Luksic. "Wir haben unsere drei Sitze verteidigt und sind drittstärkste Kraft im Rat." Das Resultat habe die Partei nicht nur ihrer ablehnenden Haltung in Sachen Windkraft zu verdanken, sondern auch "unseren vielen aktiven Leuten vor Ort", sagte Luksic.

Ein völlig ausgeglichenes Rennen gab es bei der Wahl zum Heusweiler Ortsrat. CDU und SPD holten jeweils 1086 Stimmen und damit vier Sitze. Zünglein an der Waage in der Frage, ob Helmut Maas (CDU) oder Gerhard Fisch (SPD) Ortsvorsteher wird, ist NÖL-Mann Ulrich Steinrücken mit seiner Stimme.