| 16:26 Uhr

Lesen bildet
Alessia Amore sichert sich den Sieg

Beim Lesewettbewerb an der Pater-Eberschweiler-Grundschule in Püttlingen, vorn, von links : Leopold Rupp, Adrian Fess, Aline Bender, Jonas Speicher, Alessia Amore und Valerija Lieder. Hinten die Jury, von links: Klaus Pöß, Christina Barbian, Ralf Petermann, Anna Karhan und Sebastian Fritz.
Beim Lesewettbewerb an der Pater-Eberschweiler-Grundschule in Püttlingen, vorn, von links : Leopold Rupp, Adrian Fess, Aline Bender, Jonas Speicher, Alessia Amore und Valerija Lieder. Hinten die Jury, von links: Klaus Pöß, Christina Barbian, Ralf Petermann, Anna Karhan und Sebastian Fritz. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Püttlingen. Schulleiter Ralf Petermann zum Vorlesewettbewerb der Pater-Eberschweiler-Schule: „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“ Von Carolin Merkel

Wahrlich märchenhaft wurde es dieser Tage in der Turnhalle der Pater-Eberschweiler-Grundschule in Püttlingen. Dort, wo sonst eifrig geturnt und gern auch mal getobt wird, waren Tische, Stühle und Bänke aufgebaut. Der alljährliche Lesewettbewerb lockte am Tag der Zeugnisausgabe die Jungen und Mädchen aus allen vier Schuljahren in die Halle. Während die sechs Klassensieger am großen Vorlesetisch gleich gegenüber der Jury Platz genommen hatten, bildete die gesamte Schulgemeinschaft das Publikum. Und das bekam es in diesem Jahr einmal nicht mit der vielfach ausgewählten Kinderbuchliteratur, sondern vielmehr mit weltbekannten Märchen der Gebrüder Grimm zu tun.


Auf dem Leseprogramm der Finalisten, die sich um den Stufensieg und in Klasse vier auch um den Schulsieg im Vorlesen maßen, standen unter anderem „Hänsel und Gretel“, „Frau Holle“ und „Der Froschkönig“. Den spanenden Wettbewerb eröffnete Leopold Rupp aus der Klasse 2.1. Er bewies, dass man bereits nach recht kurzer Schulzeit schon ein guter Vorleser sein kann. Für ihn gab es ebenso viel Beifall wie für seinen Mitkonkurrenten Adrian Fess aus der Klasse 2.2. Ohne Pause war es dann an Aline Bender aus der Klasse 3.1, den Wettbewerb für das dritte Schuljahr fortzusetzen. Sie überzeugte bereits durch ein sehr flüssiges Vorlesen. Doch davon ließ sich Jonas Speicher, Klasse 3.2., nicht aus der Ruhe bringen und heimste ebenfalls ein dickes Lob von der Jury ein.

Neben Klaus Pöß von der Stadtverwaltung Püttlingen und Christina Barbian von der Buchhandlung Balzert-Stein, hatte erstmals auch Schulelternsprecherin Anna Karhan Platz genommen. „Die Bewertungskriterien auf den Bögen finde ich sehr gut, das funktioniert. Es ist auch gut, dass die jeweiligen Klassen gleich im direkten Vergleich antreten“, sagte sie. Sie lobte den Vorlesewettbewerb, fördere er doch auch das Lesen bei den Kindern. „Ich fand, die Teilnehmer haben auch alle gezeigt, dass sie viel Spaß am Lesen haben“, erklärte die Schulelternsprecherin.



Nach der kleinen Verschnaufpause wurde es schließlich ernst für die beiden Mädchen, die sich um den Schulsieg und damit den Lesedino bewarben. Alessia Amore aus der Klasse 4.1 oder Valerija Lieder aus der Klasse 4.2? Wer würde siegen? Während Valerija bereits Erfahrung beim Vorlesewettbewerb im vergangenen Jahr sammeln konnte, hatte sich Alessia erstmals als Klassensiegerin qualifiziert. „Im vergangenen Jahr war ich als Vertreterin aufgestellt, bin aber nicht drangekommen“, sagte sie. Aufgeregt, das verrieten die beiden kurz vor der ersten Runde, waren sie „ganz schön viel“. Zunächst stand für die Schülerinnen der geübte Text, „Der gestiefelte Kater“, auf dem Programm, danach folgte „Hänsel und Gretel“. In beiden Texten gab es etliche schwierige Passagen zu überstehen, beide bekamen am Ende viel Beifall.

Das Ergebnis, bei dem sich die Jury am Ende einig war, verkündete Schulleiter Ralf Petermann. Als Alessias Name fiel, gab es kein Halten mehr, die Freude war riesig. „Doch Sieger seid ihr heute alle. Denkt dran, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Und heute war es wieder ganz knapp, die Tagesform hat entschieden“, gab er allen Teilnehmern mit auf den Weg.

Traurig sein musste niemand, für alle Teilnehmer gab es Buchgeschenke von der Schule, aber auch von Sebastian Fritz von der Volksbank Westliche Saar plus und schließlich auch von Christina Barbian. Die kommt übrigens regelmäßig in die Schule zum Vorlesen vorbei, und sorgt so für weiteren Lesenachwuchs.