Albert Dörr gab Heusweiler ein neues Gesicht

Albert Dörr gab Heusweiler ein neues Gesicht

Heusweiler. "Angesichts der Vielzahl der Aufgaben, die der scheidende Leiter des Heusweiler Bauamtes erledigt hat, kann ich nur einen Satz sagen: Albert Dörr hat das Amt des Fachbereichsleiters als wahrer Baumeister ausgefüllt", bemerkt Ex-Bürgermeister Rainer Ziebold

Heusweiler. "Angesichts der Vielzahl der Aufgaben, die der scheidende Leiter des Heusweiler Bauamtes erledigt hat, kann ich nur einen Satz sagen: Albert Dörr hat das Amt des Fachbereichsleiters als wahrer Baumeister ausgefüllt", bemerkt Ex-Bürgermeister Rainer Ziebold. Und Hans Günter Flätgen, Hauptamtsleiter im Heusweiler Rathaus, urteilt über seinen Noch-Kollegen: "Dörr ist trotz seines riesigen Arbeitspensums stets ein geduldiger und kompetenter Ansprechpartner geblieben. Mit dem Ende seiner Dienstzeit am 31. Dezember geht ein weitsichtiger Fachmann des Baubereichs in Pension. Er hat Heusweiler nachhaltig geprägt."Dörr, 1946 in Wiesbach geboren, verheiratet und Vater einer Tochter sowie eines Sohnes, ist heute in Eiweiler wohnhaft. Er schloss sein Studium für Architektur und Städtebau in Trier als Diplom-Ingenieur ab. Er arbeitete zunächst in einem Architekturbüro, für das er unter anderem auch an der Planung der Riegelsberghalle mitwirkte.

Am 1. April 1978 begann er unter dem damaligen Bürgermeister Alois Stephan seine Arbeit im Bauamt der Gemeinde Heusweiler, zunächst im Bereich Hochbau. Es sollten mit Josef Zeimetz, Rainer Ziebold und Thomas Redelberger noch drei weitere Rathauschefs folgen, unter denen er diente. Seine erste große Aufgabe war der Neubau des Bauhofs im Ortsteil Berschweiler. Viele Neu- und Umbauten folgten, die allesamt den Kernort und die Ortsteile nachhaltig prägten. Als größte Herausforderung nennt Albert Dörr den 1984 auf den Weg gebrachten "Städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Marktplatzes und des Bereichs am früheren Bahnhof", die "Erschließung des Gewerbegebiets Dilsburg" sowie die Begleitung der Planungen der Stadtbahn im Planfeststellungsverfahren. Die Straße Jung's Wies sowie die Saarbahn- und Bushaltestelle am Heusweiler Marktplatz tragen neben anderen Großprojekten seine Handschrift.

Albert Dörr räumt heute seinen Arbeitsplatz im Bauamt der Gemeinde Heusweiler. Künftig hat er mehr Zeit, sich seinen Hobbys Fotografieren und Bergsteigen zu widmen.

Als letzte Aufgabe erstellte der Bauamtsleiter den Plan zur Neugestaltung des Geländes zwischen dem historischen Jagdschloss in Holz, heute als Jugendheim im Eigentum des Diakonischen Werkes, und der Alleestraße. "Das Stück Land ist viel zu schade, um es weiter brach liegen zu lassen", urteilt er. Was behält Dörr, dessen Dienstzeit auf Wunsch von Bürgermeister Redelberger zweimal verlängert wurde, noch in Erinnerung? Die Antwort kommt ohne Zögern: "Die gute Zusammenarbeit mit den vier Bürgermeistern, mit den jeweiligen Ratsherren, meinen Mitarbeitern im Fachbereich und die Beteiligung der Bürger an Entscheidungen." Kritisch fügt Dörr noch an, es sei schade, dass die Gemeinde nicht schon vor Jahren seinem Vorschlag folgte, eine neue Feuerwache an einem anderen Standort zu bauen.