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Überhöhte Abwassergebühr
Ärger über zu hohe Abwasser-Rechnung

Püttlingen. Eigenbetrieb Technische Dienste: Korrektur dauert so lange, weil sie auch im Computerprogramm eingearbeitet werden muss.

Sehr verärgert ist ein SZ-Leser über einen Fehler in der Abwasserrechnung, die er vom Eigenbetrieb der Stadt Püttlingen erhalten hat. Die zu seinen Ungunsten abgezogene Summe ist zwar nicht sehr groß – vermutlich unter drei Euro –, doch auch nach über acht Monaten und mehrmaligem Vorstellig-Werden habe er noch immer keine zufriedenstellende Antwort erhalten, etwa eine schriftliche Erklärung, warum es so lange dauert, den Fehler zu korrigieren.


Es geht um die Wasserrechnung, genauer: um den Anteil der Abwasser-Rechnung, der sich auf das Niederschlagswasser bezieht. Der Rentner ist nicht nur für Wasser, sondern auch für Strom und Gas Kunde bei der Energis GmbH – wie viele Püttlinger, seit das Unternehmen im Jahr 2000 die Püttlinger Stadtwerke aufgekauft hat. Der jährliche Abrechnungs-Bescheid für Strom, Gas und Wasser/Abwasser kommt nach wie vor über den Püttlinger Eigenbetrieb, der Abrechnungszeitraum ist immer gleich, „und das hat auch seit 20 Jahren reibungslos funktioniert“, so der Rentner im Gespräch mit der SZ. Doch im Bescheid für 2016 stand als Enddatum nicht – was korrekt gewesen wäre – der „20.11.2016“, sondern der „25.11.2016“, der Zeitraum war somit fünf Tage länger. Und in der Nachbarschaft habe es ähnliche Fälle gegeben, in einem Fall seien es neun Tage mehr gewesen.

Der Püttlinger ist nicht nur verärgert über die seiner Ansicht nach fehlende zufriedenstellende Antwort, sondern ebenso darüber, dass das falsche Datum ins Deckblatt des Gesamt-Anschreibens eingeflossen sei, so dass er sich fragt, ob die Abrechnungen für Strom und Gas dann auch fehlerhaft seien.



Wir sprachen mit dem kaufmännischen Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste der Stadt Püttlingen, Stefan Hirschmann. Er räumt ein, dass der Leser mit dem falschen Datum recht habe, die Abrechnungen für Gas und Strom würden dadurch aber nicht beeinflusst, es gehe ausschließlich um den Niederschlagswasser-Anteil in der Abwasser-Abrechnung (es handelt sich für den jeweiligen Zeitraum um einen Fixpreis, der sich nach der Größe der versiegelten Fläche des Grundstücks richtet, während sich der Schmutzwasser-Anteil der Abrechnung nach dem Wasserverbrauch richtet). Der Fehler werde auch – ebenfalls bei anderen Betroffenen – korrigiert. Man führe mit Energis entsprechende Gespräche. Dass das Ganze leider so lange dauere, liege insbesondere daran, dass die Bescheide nicht von Hand abgeändert werden könnten, sondern die entsprechenden Computerprogramme abgeändert werden müssten, damit die Datenverarbeitung insgesamt stimme, „und das ist sehr aufwändig“.