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Abgedrehte Liebeslieder und ein Meister der Illusion

Abgedrehte Liebeslieder und ein Meister der Illusion

Immer abwechselnd treten sie auf, der Klavierkabarettist Lukas Philippi und der Zauberer Maxim Maurice. Für fast jeden Trick holt er Assistenten aus dem Publikum. Hautnah können diese die Verwandlungskünste erleben, aber keiner kriegt raus, wie es geht.

Alles Zauberei oder Trick 17? Man kennt Maxim Maurice. Man hat ihn auf einer großen Bühne in einer großen Halle erlebt. Und gestaunt. Um so gespannter ist man auf seinen Auftritt im Püttlinger Schlösschen. Dort gibt es nämlich überhaupt keine Bühne. Das Publikum sitzt auf Augenhöhe mit dem Illusionisten aus Saarlouis.

Schummeln geht nicht. Alle können ihm genau auf die Finger gucken. Noch steckt der Zauberer hinter einem schwarzen Vorhang. Klapptische mit einer kleinen Kommode, riesige Würfel und ein Zylinderhut zur Linken und ein Tischlein mit blauer Decke zur Rechten weisen auf das magische Treiben hin.

Maxim Maurice teilt sich das Programm mit dem Klavierkabarettisten Lukas Philippi. Immer abwechselnd treten sie auf. Philippi beginnt. Er bietet abgedrehte Liebeslieder in Dur und Moll und singt so charmante Sachen wie: "Du bist die Frau, die ich will. Aber gibt es dich auch in still?"

Der zaubernde Kollege wird singend anmoderiert. "Hände hoch! Man kennt ihn von der Prims bis an die Blies. Vorhang auf für Maxim Maurice!" Also Augen auf, es geht zur Sache. Man guckt, passt auf, aber man kommt ihm nicht auf die Schliche. Für fast jeden Trick rekrutiert Maxim Maurice einen Assistenten aus dem Publikum. Hautnah kann der die Verwandlungskünste erleben, aber keiner kriegt raus, wie es geht. Beispielsweise lässt sich der Zauberkünstler von einem Lehrer aus Riegelsberg, der direkt vor ihm in der ersten Reihe sitzt, ein imaginäres Kartenspiel zuwerfen. Es macht zack, und Maxim Maurice fängt das nicht exitierende Ding in einer Netztasche auf.

Die Minikommode entpuppt sich als Würfel-verschwinde-und-Auftauch-Maschine. Das Tischlein mit der blauen Decke hebt später vom Boden ab und schwebt durch den Raum. Am verblüffendsten sind die Sachen, die sich in den Köpfen des Publikums abspielen. Da nennt eine Zuschauerin eine Zahl. Et voilà: Maxim Maurice hat sie schon vorher auf einem Zettel notiert. Eine andere Zuschauerin wählt aus x möglichen Reisezielen Paris - und was ist? Genau das steht auf dem Blatt, das der Zauberer aus dem Umschlag zieht.

Für eine dritte zeichnet der Zauberer eine Spielkarte, und wie von selbst schiebt sich dahinter die gesuchte Karte heraus. Die Zuschauerin darf die Zeichnung mit nach Hause nehmen. Das Bild sieht aus wie echt. Man überlegt und diskutiert darüber, wie er es macht. Eine vernünftige Erklärung findet man nicht. Ist eben Magie.

Die Reihe Tonspuren geht nach der Sommerpause am Freitag, 10. Oktober, 20 Uhr, mit Classics meets Pop/Rock und der Band Fourtissimo in Uhrmachers Haus in Köllerbach weiter.