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| 20:06 Uhr

72 Stunden Zeit, um Gutes zu tun

Junge Leute bei der 72-Stunden-Aktion 2004 erledigen Erdarbeiten an der Püttlinger Heilig-Kreuz-Kapelle. Foto: Bistum Trier
Junge Leute bei der 72-Stunden-Aktion 2004 erledigen Erdarbeiten an der Püttlinger Heilig-Kreuz-Kapelle. Foto: Bistum Trier
Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel!" starten morgen katholische Jugendliche in ganz Deutschland zur "72-Stunden-Aktion", in der es gilt, eine noch bis zum Start "geheime" soziale oder gemeinnützige Aufgabe zu bewältigen. Im Köllertal beteiligen sich 16 Gruppen mit etwa 400 Kindern und Jugendlichen.

Püttlingen. Klaus Friedrich ist Jugendseelsorger im Dekanat Püttlingen. Friedrich ist ein wuseliger Typ mit dem "richtigen Draht" zu Kindern und Jugendlichen.So einer braucht seine Helfer, geht es beispielsweise um die 72-Stunden-Aktion des BDKJ (siehe Infokasten). Unterstützt wird Friedrich von ehrenamtlichen Betreuern - meist junge Erwachsene, die sich der kirchlichen Jugendarbeit seit Jahren verpflichtet fühlen und selbst in ihr groß geworden sind.

16 Gruppen aus dem Köllertal beteiligen sich an der Aktion. Sie kommen aus der offenen Jugendarbeit, von den Messdienern, den Pfadfindern oder aus sonstigen Gruppen. Der Koordinierungs-Ausschuss hauptamtlicher Seelsorger hat das Ereignis seit einem dreiviertel Jahr vorbereitet und den Gruppen verschiedene Aufgaben zugeteilt, die aber im Augenblick noch "Top secret!" sind. Friedrich, der als Mitglied des Vorbereitungs-Ausschusses die Aufgaben schon kennt, schildert: Es gehe in jedem Fall darum, Dauerhaftes zu schaffen. Die Teilnehmer - bei ihnen habe man natürlich auf das Alter geachtet - sollten Sinn und Zweck ihrer Arbeit erkennen und mit der gestellten Aufgabe auch vor eine echte Herausforderung gestellt werden. Friedrich: "Am wesentlichsten erscheint mir, dass die Arbeiten ohne Teamgeist nicht zu bewältigen sind."

Schon vor fünf Jahren dabei

Etliche der Teilnehmer waren vor fünf Jahren bereits schon einmal bei einer 72-Stunden-Aktion dabei, und sie wissen: "Es war anstrengend, aber lustig und erfolgreich", so Stefanie Adams, heute 19 Jahre jung, deren Gruppe damals Kreatives für den guten Zweck geschaffen hatte. Und Stephanie Bohnenberger schildert: "Wir haben damals an der Kreuzkapelle die Anlagen gesäubert. Es hat die ganze Zeit geregnet, aber es war trotzdem cool. Wir hatten einen Pavillon gebaut, in dem wir uns ausruhen und aufwärmen konnten." Kathrin Speicher hat sich vor fünf Jahren als 14-Jährige im Altenheim St. Augustin um Senioren bemüht. Sie sagt im Rückblick: "Körperlich war's nicht anstrengend, aber seelisch. Im Nachhinein bin ich dankbar für die Erfahrung." Dies bestätigt auch der heute 18-jährige Philipp Altmeyer: "Es hat was, sich sozial zu engagieren. Deshalb mache ich auch wieder mit." red

Hintergrund

"72-Stunden-Aktion": Am morgigen Donnerstag fällt für rund 400 Jugendliche im Dekanat Völklingen (zu dem auch das Köllertal gehört) der Startschuss zur alle fünf Jahre ausgetragenen "72-Stunden-Aktion" des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Ab 17.07 Uhr engagieren sie sich in den verschiedensten Aktionen. Alle Gruppen haben vom 7. bis 10. Mai gerade mal 72 Stunden Zeit, eine soziale, ökologische, interkulturelle oder gemeinnützige Aufgabe in ihrer Umgebung zu lösen. Die Aufgaben sind allerdings noch geheim. Es könnte sich etwa darum handeln, in Altenheimen vorzulesen, den Dorfplatz zu verschönern, eine Zisterne für eine Kapelle anzulegen, einen Spielplatz zu säubern oder Spenden für ein bolivianisches Waisenhaus zu sammeln. Deutschlandweit gibt es 1650 Aktionsgruppen mit fast 40 000 Teilnehmern.

Im Dekanat Völklingen endet die 72-Stunden-Aktion am Sonntag, 10. Mai, 18.30 Uhr, mit einer "Dekanats-Dankmesse" mit Diözesan-Administrator Bischof Robert Brahm und der Band Troubadix sowie einer anschließenden "Danke-Party" im Pfarrheim in der Völklinger Straße in Püttlingen. red