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Tag des Baumes
51 neue Bäume für Püttlingen

Püttlingen. Der Runde Tisch Landschaft Püttlingen brachte – gewissermaßen an seinem persönlichen Tag des Baumes – viele Baumarten in die Erde.

Was haben die britische  Königin Elisabeth II. und der Püttlinger Runde Tisch Landschaft gemeinsam? Beide verlegen April-Termine in andere Monate, in denen es besser passt. Die Queen ihren Geburtstag (in den Sommer) und der „Runde Tisch Landschaft“ den Tag des Baumes.


Die „gemeine Fichte“ ist der Baum des Jahres 2017. „Willst du den Wald vernichten, pflanze nichts als Fichten“, reimte zu diesem Anlass der NABU – über keinen anderen Baum wird offenbar so viel gestritten wie über diesen Nadelbaum. Geschätzt als wichtigste forstliche Einkommensquelle, steht die Fichte andererseits für artenarme, besonders naturferne Forste. Dass die Fichte zum Baum des Jahres gekürt wurde, verschafft der Pflanze aber mehr Aufmerksamkeit  – Aufmerksamkeit, die es vielleicht braucht, um über den Einfluss des Menschen auf die Natur im Allgemeinen und den Wald im Speziellen zu diskutieren.

Üblicherweise wird der Tag des Baumes  im April begangen. Die Püttlinger ticken in dieser Hinsicht aber etwas anders – und das begründet: „Wir sind der Ansicht, dass es für die Pflanze besser ist, wenn sie im Herbst eingesetzt wird“, sagte Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher (CDU) am Wochenende bei der symbolischen Pflanzung an der Hütte der Artenschutzgemeinschaft Köllertal im Espenwald. Seit  Jahren pflanzen Mitglieder des Runden Tisches Landschaft der Stadt Püttlingen und der Naturschutz treibenden Vereine der Stadt aus Anlass des Baum-Tages im Stadtgebiet jeweils 50 Bäume oder mehr. Auch Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) war gekommen, um sich an der Pflanzaktion zu beteiligen.



Speicher und Gillo betonten die Notwendigkeit nachhaltigen Natur- und Artenschutzes. Gillo ging auch auf das „Spannungsverhältnis Mensch-Baum“ ein. Viele Menschen beschwerten sich im Herbst über „den Dreck“ der Bäume, gemeint sind die Blätter. Aber, so Gillo augenzwinkernd: „Wir arbeiten beim Regionalverband an der Züchtung des laubfreien Baumes.“

Insgesamt pflanzten die Mitstreiter des Runden Tisches Landschaft 51 Bäume, darunter Feldahorn, Winterlinden, Esskastanien, Tulpenbäume, Vogelbeeren, Säuleneiche und verschiedene Obstbäume.