| 20:31 Uhr

Jahresrückblick Köllertal 1
2017 im Köllertal: Dieses Jahr hatte echt Feuer

Am Nachmittag des 26. April brannte die einst vom MGV Wahlschied als Vereinsheim genutzte Hütte am Teufelsberg ab, ein Waldbrand drohte, konnte jedoch verhindert werden. Auch etliche andere Brände hielten 2017 die Feuerwehren in Atem. 
Am Nachmittag des 26. April brannte die einst vom MGV Wahlschied als Vereinsheim genutzte Hütte am Teufelsberg ab, ein Waldbrand drohte, konnte jedoch verhindert werden. Auch etliche andere Brände hielten 2017 die Feuerwehren in Atem.  FOTO: Andreas Engel
Köllertal. Tschüss denn, 2017 und willkommen, 2018. Aber bevor es mit dem neuen Jahr losgeht, hier ein Rückblick auf besondere Ereignisse.

Viel gab es zu berichten, in diesem Jahr. Darunter im Köllertal auch ungewöhnlich viele Brände, die einiges an Sachschäden, aber wenigstens keine Menschenleben gefordert hatten – vier Verletzte waren allerdings insgesamt zu beklagen.



Unter den Bränden waren auch unspektakuläre Sachen, wie etwa am 18. Februar das – mutwillig herbeigeführte – Feuer auf der Damentoilette der Saarbahn-Haltestelle Heusweiler Markt. Aber auch größere Feuerwehreinsätze gab es, wie schon am Morgen des 30. März, einem Donnerstag, als es in der Püttlinger Schleitenstraße brannte: Auslöser war wohl ein technischer Defekt im Motorraum eines Ford Mondeo gewesen. Da der Wagen da jedoch schon in seiner Garage gestanden hatte, war es in der Folge zu einem wegen der örtlichen Gegebenheiten kompliziert zu löschenden Garagenbrand gekommen.

Auch in der Nacht zu Mittwoch, 19. April, war ein technischer Defekt die Ursache, als plötzlich ein Peugeot 206 auf der Köllertalstraße in Püttlingen in Flammen stand. Der jungen Fahrerin aus Völklingen war es noch gelungen, den Wagen an den Straßenrand zu fahren und ihn rechtzeitig zu verlassen; schon am Sonntag zuvor hatte die Feuerwehr zu einem brennenden Gartenhaus ausrücken müssen.

Am Nachmittag des 26. April war es dann die früher vom MGV Wahlschied als Vereinsheim genutzte Hütte am Wahlschieder Teufelsberg gewesen (nahe Vorstadtstraße), die in Flammen stand. Die Hütte war zwar leer, doch hatte das Feuer schon auf die ersten Bäume übergegriffen, und in der trockenen Vegetation drohte ein Waldbrand, den die Feuerwehr aber verhindern konnte.

Ungewöhnliches auch in der Nacht zum 15. Mai auf der Landstraße 247 zwischen Holz und Fischbach: Ein 30-Jähriger kollidierte mit seinem Opel mit einer Wildschweinrotte, schleuderte in den Wald und stieß gegen einen Baum, und im Motorraum brach Feuer aus – das jedoch durch das herausspritzende Kühlwasser wieder gelöscht wurde.

Besonders spektakulär war der Brand am Sonntagnachmittag, 23. September, als in der Hirteler Straße in Heusweiler-Hirtel drei Campinggas-Kartuschen explodierten. Drei Männer waren dabei verletzt worden, zwei von ihnen so schwer, dass sie per Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen wurden. „Unsachgemäßer Umgang“ mit den Kartuschen stand damals als Ursache im Raum. Keine Woche später, am Mittwoch, 27. September, brannte ein Dachstuhl in einem Zweifamilienhaus in der Wiesbacher Straße im Heusweiler Ortsteil Lummerschied, – durch Funkenflug hatte sich ein Kaminbrand ausgeweitet. Vier Bewohner, die im Haus gewesen waren, konnten es rechtzeitig verlassen – einer rettete sogar noch die Katze. Der Sachschaden lag im „fünfstelligen Bereich“.

Schließlich, am Mittwoch, 6. Dezember, der Brand mit der wohl ungewöhnlichsten Ursache: In der Kurzenbergstraße in Walpershofen hatte ein 36-Jähriger, nach familiären Streitigkeiten, sein eigenes Haus angezündet – die Ehefrau und die vier Kinder waren zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus gewesen. 60 Feuerwehrleute, Rettungsdienste und Polizei waren vor Ort, ein Feuerwehrmann verletzte sich. Die vorläufige Schadensschätzung belief sich auf 80 000 Euro. Der mutmaßliche Brandstifter wurde verhaftet.

Es muss aber nicht immer brennen, um einen spektakulären Feuerwehreinsatz auszulösen: Am frühen Sonntag, 12. Februar, war hinter dem Ortsausgang Riegelsberg auf der L 270 (Altenkesseler Straße) in Richtung Burbach ein Ford eine steile, etwa zehn Meter tiefe Böschung hinuntergestürzt, mitten in den Wald hinein. Der schwer verletzte Fahrer musste von den Einsatzkräften in einer komplizierten Rettungsaktion aus dem Autowrack befreit werden.

In der Nacht zum 19. April ging in der Püttlinger Köllertalstraße ein Peugeot 206 in Flammen auf. Ursache war ein technischer Defekt.
In der Nacht zum 19. April ging in der Püttlinger Köllertalstraße ein Peugeot 206 in Flammen auf. Ursache war ein technischer Defekt. FOTO: BeckerBredel
Am Morgen des 30. März war es in der Püttlinger Schleitenstraße, durch ein brennendes Auto, zu einem Garagenbrand gekommen.
Am Morgen des 30. März war es in der Püttlinger Schleitenstraße, durch ein brennendes Auto, zu einem Garagenbrand gekommen. FOTO: bub/fb / BeckerBredel