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Zu Gast in Žamberk: 14 Stunden bis Žamberk

Zu Gast in Žamberk : 14 Stunden bis Žamberk

Fünf Jugendliche aus Püttlingen erlebten viel bei der Internationalen Jugendbegegnung in Tschechien.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen: Im Europäischen Städtebündnis sind Senftenberg (Brandenburg), Nowa Sól (Polen), Žamberk (Tschechien), Veszprèm (Ungarn), Fresagrandinaria/Lentella (Italien), St-Michel-sur-Orge (Frankreich) und Püttlingen zusammengeschlossen. Wichtiges Ziel ist, dass sich Menschen aller Generationen kennen lernen, die Ansichten und Meinungen der anderen Nationen verstehen lernen, neue Freundschaften gründen und gemeinsam etwas unternehmen.

Im Rahmen dieser Initiative gibt es auch – jedes Jahr an einem anderen Ort – eine internationale Jugendbegegnung, in diesem Sommer war das tschechische Žamberk an der Reihe. Auch aus Püttlingen hatten sich fünf junge Leute im Kleinbus auf die 14-Stunden-Tour zu dem neuntägigen Treffen in einem Camp gemacht: Louise Schaaf, Melanie Driller, Eileen Ritschel, Elisa Geres und Lorenzo Cremone, begleitet von ihren beiden Betreuern Beate und Florian Schuler.

Der deutsche Name der böhmischen Stadt Žamberk lautet ebenfalls Senftenberg (nicht zu verwechseln mit dem auch zum Städtebündnis gehörenden brandenburgischen Senftenberg). Žamberk, nordöstlich von Prag am Fuße des Riesengebirges gelegen, hat etwa 6200 Einwohner. Die Reiseteilnehmer berichteten von ihren Erlebnisen bei der Jugendbegegnung.

„Keys to History – 100 Years of Czechoslovakian Republic“ („Schlüssel zur Geschichte – 100 Jahre Tschechische Republik“), so lautete das Motto des Treffens, an das auch das Programm für die jungen Besucher angelehnt war. Der erste „Schlüssel“ bestand aus dem Besuch des Festivals „Orlicá brána“ am Fuß des Aussichtsturms Tyrss. Auf verschiedenen Bühnen wurden Musikdarbietungen und pantomimische Slapsticks gezeigt.

Weitere Programmpunkte („Schlüssel“) waren etwa Workshops in traditionellem Volkshandwerk, dazu gehörte auch das Verzieren von ausgeblasenen Eiern mit flüssigem buntem Wachs, oder das Kerzenrollen aus Bienenwachs und das Fertigen von Anhängern aus einem Mehl-Wasser-Teig und etliches mehr. Im „3. Schlüssel“ ging es dann um Ritterspiele mit Bogenschießen, Reiten, Schatztauchen und traditionellen Tänzen.

Auch ein Ausflug nach Prag stand natürlich auf dem Programm, einschließlich eines Besuchs der Prager Burg – in dem riesigen Areal liegt heute auch die Präsidentenresidenz – und einer Führung durch das tschechische Parlament und durch die Altstadt. In Žamberk selbst lernten die jungen Gäste historischen Gebäude und Plätze bei einer Stadt-Rallye kennen und besuchten auch das Technikmuseum der Stadt. Im „6. Schlüssel“ wartete dann noch die Aufgabe auf die jungen Teilnehmer, ihre eigene Nation in einer selbst erfundenen pantomimischen Parodie darzustellen.

Schließlich stand als „7. Schlüssel“ und Abschluss noch der Besuch des „Sky-Walk“ auf dem Programm, eines filigranen Turms aus Stahl und Holz, der hoch über die Baumwipfel ragt und eine wunderbare Aussicht über die Gegend und das Adlergebirge (Riesengebirge) bot.

Die Abende wurden zudem von den Gruppen genutzt, um ihr jeweiliges Land mit Powerpoint-Präsentationen, Vorführungen, Videoclips, Spielen und Musik vorzustellen.

Im Bericht der Teilnehmer heißt es zudem: „Natürlich war außer dem offiziellen Programm Gelegenheit zum Relaxen, zum Besuch im unmittelbar an das Camp angrenzenden Schwimmbad, zum Shopping in Prag und zur abendlichen Disco – und natürlich zum Kennenlernen und Freundschaft schließen.“ Ein besonderer Höhepunkt war auch der Auftritt einer eigens angereisten Jugendband aus dem italienischen Lentella.

Wie bei jeder Jugendbegegnung im Rahmen des Städtebündnisses, wurde zuletzt noch zu einem öffentlichen Abschlussabend eingeladen, bei dem die besten Ergebnisse einzelner Programmpunkte vorgestellt wurden. Žamberks Bürgermeister Jiri Dytr verabschiedete zudem die Gruppen. Die Musik des Abends kam von der Band Lentalla und der Bigband Žamberk, in der auch vier der tschechischen Jugendbegegnungsteilnehmer spielen.

Die Jugendbegegnung, da seien sich alle Teilnehmer einig gewesen, sei gelungen und habe Jugendliche aus sieben europäischen Nationen einander nähergebracht.

 Auch mittelalterliches Treiben gehörte zum Programm.
Auch mittelalterliches Treiben gehörte zum Programm.

www.puettlingen.de