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Privatversicherte müssen Corona-Test vor Klinik-Aufenthalt nicht zahlen

Verband der Privaten Krankenversicherung erklärt : Privatversicherte müssen PCR-Test nicht zahlen

Privatversicherte, die vor und nach einem stationären Klinikaufenthalt einen PCR-Corona-Test machen, müssen die Kosten für dafür nicht selbst tragen.

Das teilte die Pressestelle des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) auf SZ-Anfrage mit. Demnach werden die Kosten, die der Klinik im Rahmen einer stationären Behandlung für die Corona-Testung entstehen, über ein sogenanntes Zusatzentgelt vergütet. Dieses werde als allgemeine Krankenhaus-Leistung von der Privaten Krankenversicherung übernommen.

Daher rät die Pressestelle des PKV-Verbandes, die Rechnung für die Tests nicht zu bezahlen, sondern mit der Klinik Kontakt aufzunehmen und diese auf die Regelung hinzuweisen.

Darüber hinaus weist der PKV-Verband darauf hin, dass Privatversicherten auch die Kosten für Corona-Tests, die vor einer ambulanten Operation bei ihnen durchgeführt werden, nicht in Rechnung gestellt werden dürfen. „Diese werden nach der Coronavirus-Testverordnung vom Gesundheitsfonds übernommen“, so der Verband weiter.

Anlass der Anfrage war ein Hinweis der SZ-Leserin Brigitte Brutscher. Die Saarbrückerin ist privatversichert und hatte einen stationären Klinikaufenthalt. Vor der Aufnahme und der Entlassung sei bei ihr ein PCR-Corona-Test durchgeführt worden. Die Kosten dafür seien ihr von dem Labor in Rechnung gestellt worden. Weder die private Krankenkasse noch die Klinik wolle diese übernehmen, berichtet die SZ-Leserin.

Daraufhin habe sie vom Gesundheitsamt über die Corona-Hotline und dem Ministerium für Soziales und Gesundheit bis zum Labor und der Klinik viele Telefonate geführt und erfahren, dass die Testungen Wahlleistungen seien. Eine Kostenübernahme wurde abgelehnt.