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Preisexplosion an Tankstellen im Saarland: So viel Benzin darf man bunkern

Fragen und Antworten : Preisexplosion an Tankstellen im Saarland: Wie viel Benzin und Diesel darf man zu Hause in Kanistern bunkern?

Benzin- und Dieselpreise haben diese Woche den vorerst höchsten Stand des Jahres erreicht. Wir haben fünf Fragen und fünf Antworten zum Thema Sparen beim Tanken im Saarland und zu den Regeln des Sprit-Transports in Ersatzkanistern.

In Deutschland darf man als Privatperson maximal 240 Liter Kraftstoffe im Auto transportieren. Die Kraftstoffe müssen dabei auf maximal 60 Liter fassende Reservekanister verteilt sein, also maximal vier Stück. Der Kanister muss der Reservekraftstoffkanister-Zulassung (RKK) entsprechen. Das bedeutet, dass er dicht, fest verschließbar und bruchsicher sein muss. Die entsprechende Kennzeichnung ist am Behälter eingeprägt.

Lohnt es sich zum Tanken nach Luxemburg zu fahren?

Zum Volltanken lohnt sich fast immer die Fahrt über die luxemburgische Grenze. In Luxemburg kostete am Donnerstag, 4. November, ein Liter Super 95 unverbleit 1,502 Euro, ein Liter Diesel 1,418 Euro. Zum Vergleich: In Saarbrücken kostete ein Liter Super 95 zwischen 1,749 und 1,789 Euro, ein Liter Diesel zwischen 1,549 und 1,569 Euro (Angaben laut Aral von 14.43 Uhr).

Wer in Luxemburg zum Beispiel 50 Liter tankt, kann derzeit somit bei Benzin über 13 Euro sparen, bei Diesel etwas über sieben Euro.

Preisunterschiede an den Tankstellen gibt es im Nachbarland Luxemburg kaum. Anders als in Deutschland werden dort die Höchstpreise staatlich festgelegt. Sie dürfen nur unter- aber nicht überschritten werden.

Darf ich Benzin oder Diesel aus Luxemburg in Ersatzkanistern im Auto mit ins Saarland transportieren?

Grundsätzlich dürfen Privatpersonen zum Tanken in andere Mitgliedstaaten der EU fahren und den Sprit steuerfrei nach Deutschland einführen. Sie dürfen aus einem EU-Mitgliedstaat wie Polen, Tschechien oder Österreich jeweils nur eine Tankfüllung sowie 20 Liter in einem extra Reservebehälter steuerfrei nach Deutschland einführen. In Frankreich darf man allerdings nur 10 Liter extra in einem Reservekanister transportieren, in Luxemburg ist dies sogar komplett untersagt.

Wozu raten Experten beim Transport von Diesel oder Benzin in Ersatzkanistern im Auto?

Der ADAC rät, dass Autofahrer aus Sicherheitsgründen nicht mehr als 10 Liter als eigentliche Reserve mitnehmen sollten. Zudem sollten die Kanister möglichst weit weg von den Insassen transportiert werden, am besten im Kofferraum. Auch der TÜV Süd teilt mit, dass „flüssige Kraftstoffe Gefahrengut“ seien.

Wie viel Benzin oder Diesel darf ich Zuhause lagern?

Die Lagerung von Benzin und Diesel Zuhause ist nur in Garagen erlaubt. Laut Garagenverordnung der Länder ist eine Lagerung von 200 Litern Diesel und 20 Litern Benzin erlaubt. Der ADAC rät allerdings ebenfalls aus Sicherheitsgründen davon ab, Benzin oder Diesel in Garagen zu lagern.

Wann ist Benzin oder Diesel an Tankstellen meist am günstigsten?

Der ADAC rät Autofahrern, zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr zu tanken. Zu diesen Zeiten sei Benzin und Diesel in der Regel am günstigsten. Wer diese Faustregel berücksichtige und die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten und den Anbietern nutze, könne beim Tanken stets einige Euro sparen. „Wer sein Marktwissen nutzt und preisbewusst tankt, spart nicht nur bares Geld, sondern stärkt auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt“, so der ADAC.