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Unfall während Verfolgung
Polizistin stirbt bei Einsatz in Güdingen

 (Symbolfoto)
(Symbolfoto) FOTO: dpa
Güdingen. Bei einem Unfall ist am frühen Samstagmorgen eine Polizistin ums Leben gekommen. Der Fahrer des Streifenwagens wurde verletzt. Von Barbara Scherer und dpa

Zunächst berichtete die Polizei im Saarland auf Twitter von dem traurigen Unfall und bekundete ihr Beileid für die Kollegin. Am späten Vormittag äußerte sie sich ausführlich zu dem Unfall, der sich gegen 6.25 Uhr in der Gloßblittersdorfer Straße ereignete.


Die Funkstreifenbesatzung war an Fahndungsmaßnahmen nach einem französischen Auto beteiligt. Laut Zeugenaussagen wurde dieses von einem „total betrunkenen Mann“ in Richtung Grenzübergang Saarbrücken-Schönbach nach Frankreich gefahren wurde.



Am Verteilerkreis Güdingen-Schönbach (Großblittersdorfer Straße) verunfallte das Polizeifahrzeug. Die Beifahrerin, eine 22-jährige Polizeikommissarin, musste von der Feuerwehr aus dem Einsatzfahrzeug geborgen werden. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Der Fahrer des Funkstreifenwagens wurde schwer verletzt in ein Saarbrücker Krankenhaus eingeliefert. Mit der Ermittlung des genauen Unfallhergangs wurde durch die Staatsanwaltschaft ein Gutachter beauftragt. Der Fahrer, der den Einsatz der Beamten ausgelöst hatte, wurde am Nachmittag gefunden.

„Diese schlimme Nachricht lässt Angehörige, Freunde, Kolleginnen und Kollegen fassungslos zurück“, hieß es in einer Mitteilung des Landespolizeipräsidiums. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte: „Ich bin erschüttert über den tragischen Tod einer saarländischen Polizistin im Einsatz.“

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) bekundete sein tiefes Mitgefühl. Die Vorsitzende des Ausschusses für Inneres und Sport im Saar-Landtag, Petra Berg, sagte: „Durch diesen Unfall wird uns tragisch vor Augen geführt, dass Polizistinnen und Polizisten täglich ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren.“

Streifenwagen überschlägt sich bei Unfall in Güdingen FOTO: BeckerBredel

Landespolizeipräsident Norbert Rupp zeigte sich tief erschüttert. Er half bei der Betreuung von Polizisten aus der betroffenen Dienststelle sowie von denen, die an dem Einsatz beteiligt waren. Der Mitteilung zufolge sollten an den Streifenwagen im Land Trauerflore angebracht werden.

Auch in den sozialen Medien bekundeten die Menschen ihr Beileid. Sowohl auf Facebook als auch auf Twitter folgten auf den Beitrag der Polizei zahlreiche entsprechende Nachrichten.