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Umweltfrevel
Die Polizei ist Müllsündern auf der Spur

 Der zuletzt im Riegelsberger Wald nahe der Lampennester Hütte illegal entsorgte Müll stammte vermutlich aus einem abgebrannten Haus in Neunkirchen. Die Polizei verfolgt Spuren.
Der zuletzt im Riegelsberger Wald nahe der Lampennester Hütte illegal entsorgte Müll stammte vermutlich aus einem abgebrannten Haus in Neunkirchen. Die Polizei verfolgt Spuren. FOTO: Astrid Müller
Riegelsberg. Spuren aus illegal im Riegelsberger Wald entsorgtem Müll führen nach Neunkirchen und Bliesransbach. Von Marco Reuther

Ein gutes Stück weiter ist die Polizei im Fall des illegal entsorgten Sperrmüllhaufens im Riegelsberger Wald. Die große Müllansammlung war vor etwa zwei Wochen an einer Abfahrt von der Holzer Straße (L 139) im Wald in Richtung Lampennest aufgetaucht, genau unterhalb einer Autobahnbrücke (die SZ berichtete).


Es war auch nicht das erste Mal, dass an gleicher Stelle oder in der Nähe illegal Müll entsorgt worden war. Beamte des Polizeireviers Köllertal untersuchten den jüngsten Schutthaufen und ermittelten, dass er offenbar aus einem abgebrannten Haus in Neunkirchen stammte – die Ermittlungen zu den Besitzverhältnissen laufen noch.

Bei etwa vier Kubikmetern Bauschutt, die zuvor in der Nähe im Wald entdeckt worden waren, führte die Spur nach Bließransbach. Dort konnte ein Hausbesitzer auch bestätigen, dass der Schutt von Arbeiten an seinem Haus stammte. Er sei dann von einem Fremden, mutmaßlich einem Rumänen angesprochen worden, der ihm angeboten habe, „für 80 Euro entsorge ich dir das“, worauf er auch eingegangen sei.



Die Entsorgung erfolgte dann offensichtlich illegal. Nun wird untersucht, ob dieselbe Person womöglich auch für die anderen wilden Müllablagerungen im Umfeld verantwortlich ist.

Noch nicht geklärt ist die Haftungsfrage, ob also der Hausbesitzer, auch wenn er in gutem Glauben gehandelt hat, womöglich doch für den Schaden und die Entsorgung aufkommen muss.