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Polizei-Großkontrolle am Rastplatz Waldmohr an der Autobahn A6

Polizei und Zoll nahm Reiseverkehr unter die Lupe : Großkontrolle am Rastplatz Waldmohr

Mit Luxemburg, der belgischen Wallonie und Rheinland-Pfalz hat sich das Saarland am Samstag an der französischen Verkehrssicherheitsaktion zur Überwachung des Ferienreiseverkehrs beteiligt.

Zwischen 10 und 17 Uhr kontrollierten rund 50 Einsatzkräfte der Verkehrspolizei der Polizeidirektion Kaiserslautern, der saarländischen Verkehrspolizei, der Bundespolizei und des Zolls auf dem Rastplatz Waldmohr an der Autobahn A 6 schwerpunktmäßig den Reiseverkehr, insbesondere Wohnmobile und Wohnwagengespanne.

Mit zwei Zivilfahrzeugen wurden auch Geschwindigkeit und Abstand sowie der Missbrauch von Alkohol und Drogen kontrolliert. Motorradstaffeln aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland leiteten aus beiden Fahrtrichtungen die Reisemobile auf den Rastplatz ab. Dort wurden die Fahrzeuge zunächst gewogen. „Neben dem Gewicht legen die Beamten ein besonderes Augenmerk auf die richtige Beladung der Fahrzeuge sowie die Ladungssicherheit“, erklärte Polizeidirektor Ralf Geisert, Leiter der Verkehrspolizei des Saarlandes und Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehrssicherheit in der Großregion. „Ebenso überprüfen wir, ob alle Mitreisenden ordnungsgemäß gesichert sind“, sagte Geisert. Auch der Reifendruck und -zustand wurden kontrolliert. „Unsere Intention liegt in erster Linie in der Prävention“, erklärte Udo Genetsch, Leiter des Verkehrsdienst Mitte beim Landespolizeipräsidium des Saarlandes.

Günter Wörner aus Schweinfurt ist mit seinem Wohnmobil in die Verkehrskontrolle geraten. Er war auf dem Weg von Frankreich zurück in seine Heimat. „Ich habe keine Bedenken, was mein Fahrzeug angeht“, sagte der Unterfranke. „Ich habe aber vollstes Verständnis für die Kontrollen. Sie sind sicherlich notwendig.“ Er konnte nach kurzer Überprüfung seine Reise fortsetzen. Bei Marga und Klaus Folz aus Hülzweiler beanstandete ein Polizist, dass die Propangasflasche nicht im Auto transportiert werden darf. „Das wussten wir nicht“, sagte Marga Folz. Kurz darauf ging es dann weiter Richtung Heilbronn.

Laut Mitteilung der Polizei wurden bis 17 Uhr 154 Fahrzeuge aus 15 europäischen Ländern kontrolliert, darunter 61 Wohnmobile und 46 Wohnwagengespanne. Überprüft wurden zudem 31 Sprinter und 16 Autos. In 18 Fällen hatten die Fahrer ihr Auto oder den Anhänger überladen, zwölf Mal war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert. In sieben Fällen hatte die Polizei die Weiterfahrt kurzfristig untersagt, weil umgeladen werden musste oder notwendige Dokumente nicht vorhanden waren. Ein Autofahrer fiel wegen seiner unsicheren Fahrweise auf. Er musste einen Drogenvortest machen, der positiv ausfiel.