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Hier könnte es eines Tages mal richtig krachen: „Nichts passiert – bis etwas passiert...“

Hier könnte es eines Tages mal richtig krachen : „Nichts passiert – bis etwas passiert...“

Zwei Verkehrsprobleme und eine nahende Lösung in der Dudweiler Ortsmitte. Eine Schranke soll’s bei der Feuerwehr richten.

Die Beschwerde eines Dudweilers, der in der Ortsmitte wohnt, hat die Redaktion erreicht. Ihm geht es um die Verkehrssituation rund ums Feuerwehrgerätehaus. „Seit der Parkplatz gemacht ist, kürzen immer mehr Fahrzeuge darüber ab, um in die Sudstraße hinter der Feuerwehr zu gelangen. Es handelt sich um den hinteren Teil der Straße und nicht den, den man vom Gasthaus Ülo (Monsieur Hulot) her kennt. Solches Treiben sei ständig zu beobachten. Die Umfahrung sei nicht erlaubt, weil ein Parkplatz schließlich keine Straße sei. Und: „Es sind keine Anwohner, sondern Auswärtige, die die Abkürzung nutzen.“

Zudem sorge das Parken am Sparkassen-Häuschen in der Fischbachstraße wenige Meter weiter  für „extrem gefährliche Situationen. Und es wird immer schlimmer. Mittlerweile wird der Gehweg direkt vor der Tür als Parkplatz genutzt.“ Auch hier handele es sich in aller Regel nicht um Einheimische, sondern um Auswärtige. Die Anwohner seien alle „stinkig“, weil – wenn man aus der Rehbachstraße fahren oder in sie einbiegen will – nicht hinnehmbare, gefährliche Situationen in der Kurve an diesem Sparkassen-Häuschen entstehen, zumal sich hier auch noch eine Bushaltestelle befinde: „Die Autos parken dort so, dass man nur in die Kreuzung kommt, wenn man sich langsam vortastet – weil man nämlich durch die parkenden Autos nichts sieht.“ Unser Beschwerdeführer hat, wie er sagt, auch schon Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz sowie Bezirksratsmitglieder darüber informiert: „Nichts passiert – bis etwas passiert.“ Irgendwann, so meint der Mann, „ist ein Einsatz, und die Feuerwehrleute rücken ins Gerätehaus ein. Und auf dem Parkplatz knallt‘s, weil einer vom DRK aus um die Ecke kommt. Und vorm Sparkassen-Häuschen  knallt‘s, weil alles zugeparkt ist und man die Kreuzung nicht mehr einsehen kann.

Hinter dem Gebäude seien im Übrigen zwei Parkplätze. Die würden aber kaum genutzt, weil jeder  „à la McDrive“ beinahe bis zum Geldautomat fahren wolle, um ja keine zwei, drei Schritte laufen zu müssen. Poller mit Ketten auf beiden Seiten, so der Vorschlag des Anwohners, würden die Parker dazu zwingen, ein paar Meter weiter ihr Auto abzustellen. Dadurch würde die Kreuzung freigehalten – und alles wäre gut.

Wir haben die Stadtpressestelle mit den beiden Fällen konfrontiert und folgende Antworten erhalten: Die Probleme mit dem Verkehr an der Feuerwehr Dudweiler, die seit der Asphaltierung des Platzes bestünden, seien dem Gebäudemanagementbetrieb der Landeshauptstadt (GMS) bekannt. Dazu habe bereits ein Ortstermin mit dem Löschbezirksführer und Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz  stattgefunden. „Es wurde beschlossen, dass im Eingangsbereich der Freiwilligen Feuerwehr eine Schranke installiert wird.“ Der GMS gehe davon aus, dass die Schranke bis spätestens Ende Oktober dieses Jahres installiert ist. Damit  sollte sich an besagter Stelle die Verkehrssituation entspannen.

Und nun zum Sparkassen-Häuschen. Dieses liege direkt neben einer Bushaltestelle und einer Einmündung. Von der Einmündung seien beim Parken gesetzlich fünf Meter Mindestabstand einzuhalten, die daran sich direkt anschließende Haltestelle würde zudem ein Parkverbot im Abstand von 15 Metern nach sich ziehen. Somit sei auf der Seite des Häuschens auf den ersten 20 Metern der Fischbachstraße das Parken nicht erlaubt. Auch das Befahren und Zuparken der Bürgersteige sei selbstredend unzulässig. Gleiches gelte für die gegenüberliegende Seite. Allerdings verfüge das Häuschen über eigene Parkplätze.

„Ein Abpollern der Gehwege“, so die weitere Erklärung der Stadtverwaltung, „würde die dadurch entstehenden Parkvorgänge lediglich einige Meter weiter auf die Bürgersteige der Fischbach- oder Rehbachstraße verlagern und das Problem nicht lösen. Hier helfen nur Einsicht und Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer.“

Weder beim Straßenverkehrsamt noch auf Rückfrage bei der zuständigen Polizeidienststelle „liegen bisher Beschwerden oder Kenntnisse über Verkehrsunfälle vor“.