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Jugendkultur
Neuer Song: „Wer holt mich hier raus?“

Philipp Leon Altmeyer bei einem Auftritt in Völklingen.
Philipp Leon Altmeyer bei einem Auftritt in Völklingen. FOTO: BeckerBredel
Völklingen. Der Sänger Philipp Leon Altmeyer, bekannt aus „The Voice of Germany“, meldet sich zurück. Er will Profi-Musiker werden. Von Andreas Lang

Er ist zurück. Reifer, erwachsener, selbstbewusster als noch vor zwei Jahren. Und so spricht Philipp Leon Altmeyer schon in jungen Jahren von einem Comeback. Vor vier Jahren als Halbfinalist bei „The Voice of Germany“ bekannt geworden, hat er vor zwei Jahren mit „Auf und ab“ seinen Debüt-Hit abgeliefert.


Am Freitag schickte er das Werk ins Rennen, das sein zweiter Erfolg werden soll. Nachdem der Völklinger Sänger bereits unter der Woche einen „Teaser“, einen Appetitmacher, einen aus Ausschnitten des Musikvideos bestehenden Kurzfilm ins Netz gestellt hatte, war der 12. Oktober der Starttag für „Wer holt mich hier raus?“ An diesem Tag stellte Philipp Leon seinen neuen Song in den sozialen Netzwerken vor. In Kürze – so erwartet Philipp Leon – werde das Werk dann in den einschlägigen Onlinediensten wie Spotify gelistet.

Die spannende „The Voice“-Zeit hat er weitgehend hinter sich gelassen. „Auf und ab“ eigentlich auch, und eine kurze Krise eigentlich auch – wie der Titel seines neuen Werkes zeigt. „Klar, ich habe ,The Voice‘ viel zu verdanken“, sagt er im Rückblick, das Comeback vor Augen.



Über Wochen ein Millionenpublikum am Bildschirm, plötzlich Idol der Mädchenwelt, einen hohen Bekanntheitsgrad: „Das war wie ein Katapult.“ Und großes Interesse der Musikbranche: „Auch mein heutiges Management und mein Vertrieb kennen mich eigentlich daher.“ Bald darauf erschien sein Erstlingswerk. „Auf und ab war zwischen Deep House und Tropical House einzuordnen, in 2016 war das ziemlich modern.“ Und es spiegelt die damaligen Gefühle des jungen Künstlers: „Gedanken eines jungen Menschen, der seinen Weg finden muss.“

„Wer holt mich hier raus?“ greift jetzt thematisch den selbst auferlegten Druck auf: „Statt Freiheit und Spaß an der Musik zu fühlen, habe ich mir plötzlich selbst ein Gerüst aus Angst und Druck aufgebaut.“ Nach „Auf und Ab“ die „harte Realität“.

Er nutzte die Erfahrung, um über das Erlebte nachzudenken und zu reflektieren. Mit seinem Management habe das nichts zu tun gehabt: „Da war nicht das böse Management, das mich dazu gedrängt hat, zu produzieren.“ Im Gegenteil. Den Druck habe er sich selbst gesetzt, sagt Altmeyer.

Durch die Erfahrung gestärkt, will er jetzt ein Tabuthema ansprechen, mit seinem Lied auf das Thema aufmerksam machen. Als prominentes Vorbild nennt er dabei Jupiter Jones, der mit Panikattacken zu kämpfen gehabt habe. Den Traum aufzugeben, kam für ihn nie in Frage. „Klar, du kannst nicht die Sicherheit erwarten, die dir ein Nine-to-Five-Job bietet, in der Musikbranche muss man sich selbst was schaffen.“

Mit einem ersten Hit ist das noch nicht getan. „Auf und ab – das läuft noch immer dreimal die Woche auf der Saarlandwelle“, weiß er. Weniger als ein erster Schritt in die Richtung, irgendwann von der Musik leben zu können. „Da musst du schon flächendeckend über längere Zeit laufen“, sagt er. Kontinuierlich und am besten mit mehreren Songs.

Zwei Jahre bis zur nächsten Altmeyer-Veröffentlichung soll es aber keinesfalls mehr dauern: „Ab sofort in regelmäßigen Abständen, im Groben steht der Plan für das kommende Jahr bereits.“ Genügend Kompositionen seien jedenfalls vorhanden.