Neue Schlaganfall-Therapie und -Diagnostik im Klinikum Saarbrücken

Saarbrücken : Neue Schlaganfall-Therapie im Klinikum Saarbrücken

Das Klinikum Saarbrücken verfügt über sein viertes Angiographie- und Interventionsgerät. Die Versorgung akuter Gefäßerkrankungen wie dem Schlaganfall wird dadurch weiter verbessert.

Das Klinikum Saarbrücken hat nach einer mehrmonatigen Bauphase sein viertes Angiographie- und Interventionsgerät in Betrieb genommen. Dank einer hochmodernen biplanen Angiographie-Anlage wird die Versorgung akuter Gefäßerkrankungen wie dem Schlaganfall weiter verbessert. Davon profitiert hat zum Beispiel Robert Ringeisen. Der 59-Jährige kam mit einem Schlaganfall in das Neurovaskuläre Zentrum des Klinikums Saarbrücken und hatte Glück im Unglück.

Ringeisen ist der erste Patient, den der dem Chefarzt der Radiologie, Prof. Dr. Elmar Spüntrup, in der neuen Angiographie-Anlage behandelte. Unter Vollnarkose entfernten die Ärzte das Blutgerinnsel, das zu dem Schlaganfall führte, mit Hilfe feinster Katheter binnen 20 Minuten. Spüntrup ist begeistert von der hervorragenden Bildqualität der neuen Anlage, die mit zwei hochauflösenden Systemen arbeitet und die Gefäße gleichzeitig in mehreren Ebenen darstellen kann.

Mit großer Genauigkeit lassen sich so auch sehr kleine und vorher „unsichtbare“ Gefäße darstellen und  behandeln.

Zugleich besteht die Möglichkeit, Bilder, die vorher in anderen radiologischen Verfahren wie beispielsweise MRT (Kernspin) oder CT (Computertomographie) entstanden, mit den Bildern der Angiographie-Anlage zu verschmelzen. „Die Orientierung während des Eingriffes wird für den Arzt so deutlich einfacher“, erklärt Luis Geser, Oberarzt der Neuroradiologie. „Eine Wiedereröffnung der Gefäße erreichen wir in über 90 Prozent der Fälle.“

Patient Ringeisen kam noch am selben Tag auf die Schlaganfallspezialstation: Drei Tage lang überwachte das Personal ständig seine wichtigsten Werte, danach erholte Ringeisen sich noch weitere drei Tage auf der Normalstation. Dank der schnellen Behandlung auf dem Winterberg sind keine Beeinträchtigungen zurückgeblieben.

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