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Neue Corona-Verordnung: Mehr Schule, Handel und Kontakt im Saarland

Neue Corona-Verordnung : Mehr Schule, Handel und Kontakt im Saarland

Das Saarland lockert die Corona-Beschränkungen. Nicht allen reicht das – nicht alle wollen das nutzen.

Begleitet von leicht rückläufigen Corona-Infektionen und -Todesfällen macht das Saarland an diesem Montag Schritte aus dem Lockdown vieler Lebensbereiche. Die neue Corona-Verordnung, die in Kraft tritt, erlaubt mehr private Kontakte, mehr Freizeitaktivitäten, mehr Handel und mehr Dienstleistungsangebote – unter strengen Auflagen und zum Teil begleitet von Schnelltests. Zudem dürfen nach den Grundschülern und den Abschlussklassen nun auch die fünften und sechsten Stufen in halber Klassenstärke den Wechselunterricht in Präsenz beginnen.

Dabei fühlt sich der saarländische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) aber übergangen, denn die Gastronomie bleibt geschlossen. Immer mehr Wirte steuerten auf den finanziellen Abgrund zu, beklagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Frank Hohrath jetzt gegenüber der SZ. Auch die Aussicht nach entsprechenden Bund-Länder-Absprachen, ab dem 22. März die Bewirtung von Kunden im Außenbereich zu erlauben, bedeute angesichts der Gefahr schlechter Witterung „ein unkalkulierbares Betriebsrisiko“.

Dagegen erlaubt die neue Corona-Verordnung anderen Bereichen einen Neustart. Buchhandlungen und Blumenläden können öffnen. Im Einzelhandel wird Termin-Shopping mit Anmeldung und einem Kunden pro 40 Quadratmetern erlaubt – auch körpernahe Dienstleistungen sind möglich, zum Teil mit negativen Corona-Schnelltests. Im privaten Bereich sind nun Treffen von fünf Personen aus zwei Haushalten mit familiärem Bezug sowie eines weiteren Haushalts möglich. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nun wieder nicht mit.

Während sich die Gastronomen übergangen fühlen, verzichten die Saar-Museen darauf, die mögliche Öffnung zu nutzen. Man brauche Zeit zur Vorbereitung, teilte das Kultusministerium mit.

Einen Tag vor den Öffnungsschritten sank am Sonntag die Sieben-Tage-Inzidenz im Saarland pro 100 000 Einwohner auf 59,4 – nach 73,5 vor einer Woche. Gemeldet wurden am Wochenende 148 neue Corona-Fälle, aber kein Todesfall.