Naturschutzbund Nabu begrüßt Masterplan Wald und lobt Jost

Lob für den Waldminister : Naturschutzbund begrüßt den neuen Masterplan Wald

Der Naturschutzbund (Nabu) hat den Masterplan Wald für den saarländischen Staatsforst begrüßt. „Die Vorstellung der Ergebnisse der saarländischen Staatswaldinventur liefert eine solide Datengrundlage für die zukünftige Bewirtschaftung unseres Bürgerwaldes“, sagte der Nabu-Landesvorsitzende Uli Heintz.

Fast noch wichtiger als die Erkenntnisse über wachsende Holzmengen und ihre Speicherfunktion für Kohlenstoffdioxid seien jedoch die im Masterplan Wald gezogenen Schlussfolgerungen, die dem aktuell zu beobachtenden „biologischen Waldbrand“ Rechnung trügen. Er begrüßte die politische Entscheidung, nicht aus wirtschaftlichen Gründen vermehrt Wald zu roden – obwohl der Saarforst Landesbetrieb ein jahresbezogenes Defizit verzeichnete. „Das ist sowohl dem Kabinett als auch insbesondere dem saarländischen Waldminister Reinhold Jost hoch anzurechnen“, sagte Heintz weiter.

In diesem Sommer habe sich der Gesundheitszustand der hiesigen Wälder negativ entwickelt. Daher fordert der Nabu eine kontinuierliche Weiterbeobachtung und Anpassung im Rahmen der Bewirtschaftung. Auch müssten wieder verstärkte Anstrengungen zur Entschärfung des Wild-Wald-Konfliktes erfolgen. „Wenn wir einen baumartenreichen Wald als Antwort auf den klimatisch und schadstoffbedingten Stress unseres Waldes entwickeln wollen, brauchen wir verträgliche Schalenwilddichten und eine entsprechend angepasste Jagd“, sagte Heintz.

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