Nach Brandschaden in der Feuerwache: Feuerwehr Altenkessel wieder fit

Kostenpflichtiger Inhalt: Es kann wieder gelöscht werden : Feuerwehr Altenkessel ist wieder fit

Die Brandschäden am Feuerwehrgerätehaus sind jetzt Geschichte, auch die ausgebrannten Löschfahrzeuge sind ersetzt.

Machtlos standen sie vor fast genau elf Monaten vor den knallroten Türen, hinter denen es lichterloh brannte. Sie, die selbst hunderte Feuer löschten und Menschen aus der Not halfen. Mit Hilfe der Fahrzeuge und Geräte, die jetzt lichterloh in Flammen standen. In diesen frühen Morgenstunden des 1. Dezembers 2018 konnten die freiwilligen Feuerwehrleute aus dem Löschbezirk Altenkessel, viele mit Tränen in den Augen, nur auf die Hilfe der Kameraden aus den Nachbarlöschbezirken und der Berufsfeuerwehr hoffen.

Wie sich schnell herausstellte, war der Brand im Feuerwehrgerätehaus im Kellergeschoss des Alten Rathauses im dienstältesten Fahrzeug ausgebrochen: ein technischer Defekt am sogenannten Rundhauber, einem Mercedes-Löschfahrzeug, Baujahr 1980. Schon bald nach einer ersten Bestandsaufnahme stellte sich das heraus, was Löschezirksführer David Erb nach dem Brand befürchtet hatte: Insgesamt waren drei Feuerwehrautos nicht mehr zu gebrauchen, ebenso Schutzkleidung und Ausrüstung der Feuerwehrleute. Der Löschbezirk war somit nicht mehr einsatzbereit – und das über Monate.

Die Wochen nach dem Brand waren geprägt von Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. Im März stand bereits wieder der Fahrplan zurück in die Einsatzbereitschaft. Sprecher Patrick Topp von der Berufsfeuerwehr stellte damals dem Bezirksrat West die Pläne vor.

Mitte Mai zog eine Delegation des Altenkessler Löschbezirks der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken los, um ein neues Löschfahrzeug von der Firma Magirus zu übernehmen, geländegängig und im Wert von etwa 275 000 Euro. Ein weiteres Löschfahrzeug wurde inzwischen aus einem Fahrzeugpool der Freiwilligen Feuerwehr bereitgestellt.

Schließlich meldete sich die Freiwillige Feuerwehr wieder einsatzbereit. Wenn auch etwa zwei Monate später, als bei der Bezirksratssitzung im März von Sprecher Topp in Aussicht gestellt, der damals von Anfang Juni gesprochen hatte. Über die Sommermonate waren allerdings noch Bauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus notwendig geworden, die allenfalls indirekt mit dem Brand zu tun hatten: Die neuen Löschfahrzeuge passten nicht durch die alten Tore. Da die Fahrzeuge auch für eine bessere Geländegängigkeit ausgerüstet sind, haben sie auch eine höhere Bodenfreiheit, was die Fahrzeuge auch als Ganzes höher macht. Zudem sind neuere Löschfahrzeuge generell höher gebaut als das noch vor Jahrzehnten üblich.

Jetzt fehlt noch ein Mannschaftstransportfahrzeug, das bereits bestellt sei. „Stand heute ist es bei mir aber noch nicht einsatzbereit gemeldet“, so Tony Bender, Brandinspektor des Regionalverbandes bei einer Feuerwehrveranstaltung vergangenen Samstag.

Der Schaden an den Fahrzeugen selbst war durch eine Versicherung abgedeckt, jedoch nicht das verbrannte Gerät und Material in den Fahrzeugen. Die Sanierung der Schäden an Gerätehalle und Umkleide kostete 254 000 Euro, teilte die Saarbrücker Stadtpressestelle mit.

Nicht nur bei der Altenkesseler Feuerwehr hatte es gebrannt: Direkt am nagelneuen Feuerwehrgerätehaus des neuen Heusweiler Löschbezirks Mitte, in dem drei frühere Löschbezirke zusammengefasst sind, brannte am 23. August der Transporter einer Baufirma vollkommen aus. Das Feuer hatte auch für Schäden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro an der Front des Feuerwehrhauses gesorgt, insbesondere an Putz und Dämmplatten.

Am 1. Dezember 2018 hatte die Feuerwehr in Saarbrücken-Altenkessel selbst die Feuerwehr gebraucht. Foto: BeckerBredel
Auch die neue Feuerwache Mitte in Heusweiler war – am 23. August dieses Jahres – durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogen worden. Foto: BeckerBredel

Im Vergleich zu Altenkessel hatten die Heusweiler Feuerwehrleute aber noch Glück im Unglück gehabt: Nach der Schadensbegutachtung und der Rücksprache zwischen Brandinspekteur Tony Bender und Wehrführer Christian Ziegler war recht schnell klar, dass die Einsatzbereitschaft des Löschbezirks Heusweiler Mitte aufrechterhalten werden konnte.

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