Nach Attentat in Straßburg fahndet Bundespolizei im Saarland entlang der Grenzen

Nach Anschlag in Straßburg : Bundespolizei fahndet mit Sonderaufgebot an Grenzen im Saarland

Mehr als 30 Beamte zusätzlich verstärken die Ermittler an den Übergängen zu Frankreich, seit bekannt ist, dass der mutmaßliche Attentäter auf der Flucht ist.

Die Bundespolizei hat entlang der saarländisch-lothringischen Grenze ihr Aufgebot verstärkt. Wie deren Bexbacher Sprecher Dieter Schwan auf Anfrage meldet, sind zusätzliche Beamte direkt nach Bekanntwerden des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt im elsässischen Straßburg am Dienstagabend (11. Dezember) angekommen. „Mehr als 30 Leute der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) verstärken die Bundespolizisten“, sagt Schwan. Hinzukommen demnach vier Fahnder der Landespolizei.

Haupteinsatz in Saarbrücken

Schwerpunkt sei der Grenzübergang Goldene Bremm bei Saarbrücken. Aber auch kleinere Posten würden inspiziert. Die Fahnder seien entlang der Grenze unterwegs. Die knapp 30 üblichen Bundespolizisten, die nicht nur an den Grenzen, sondern auch auf Bahnhöfen und am Ensheimer Flughafen Dienst schieben, unterstützten ebenfalls die aktuelle Fahndung.

Abstimmung mit Franzosen

Die MKÜ-Beamten stammen nach Schwans Angaben von den Standorten Koblenz und Bexbach. Voraussichtlich seien sie bis 17 Uhr im Einsatz. Der weitere Dienst werde mit den französischen Kollegen abgestimmt, „mit denen wir in engem Kontakt stehen“, ergänzt Schwan.

Mutmaßlicher Täter auf der Flucht

Die Fahnder sind insbesondere im Einsatz, weil der mutmaßliche Attentäter verletzt auf der Flucht ist. Er soll drei Menschen auf dem Gewissen haben und für etliche Verletzte verantwortlich sein, nachdem er das Feuer gegen 20 Uhr nahe des Weihnachtsmarktes eröffnet hatte.

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