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Unsere Woche: Na also: Es geht doch!

Unsere Woche : Na also: Es geht doch!

Wie Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) gut funktionieren kann, wurde Ende dieser Woche in Friedrichsthal deutlich. Denn in der Stadt wurde offiziell die neue Grüngutsammelstelle eröffnet. Und diese betreiben die Nachbarkommunen Friedrichsthal und Spiesen-Elversberg. Sie tun das auf der Basis einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. Bemerkenswert dabei: Zum einen funktioniert die Zusammenarbeit über die Grenzen von Landkreisen hinweg, und zum anderen haben die Beteiligten (also auch die Gemeinderäte) geräuschlos ein Verfahren beschlossen, das auf Verwaltungsebene „schnell und unbürokratisch“ umgesetzt werden konnte.

Nicht ganz so zügig und reibungslos wie in diesem Einzelfall laufen die Gespräche, wenn es um mehr geht. Nämlich darum, wie und auf welchen Gebieten die Kommunen Friedrichsthal, Quierschied und Sulzbach (alle drei liegen bekanntlich im Regionalverband Saarbrücken) die IKZ gestalten. So richtig Schwung ist in der Sache (noch) nicht drin. Hier sollte schnell ein Zeichen gesetzt werden, zum Beispiel bei den Planungen für ein gemeinsames Standesamt.

Die Verwaltungen sollten zügig die Zahlen zusammentragen und den Kommunalpolitikern eine entscheidungsfähige Vorlage an die Hand geben. Ein solches Megaprojekt wie IKZ braucht dringend einen Anschub, damit allen Bürgern anschaulich wird, was ihnen die Gemeinsamkeit über Gemeindegrenzen bringt. Es bleibt also spannend.