| 21:15 Uhr

Der POlizeichor in Aktion
Musikalischer Genuss im Gotteshaus

Der saarländische Polizeichor begeisterte mit seinem Konzert in der Pfarrkirche St. Josef die Zuhörer.
Der saarländische Polizeichor begeisterte mit seinem Konzert in der Pfarrkirche St. Josef die Zuhörer. FOTO: Iris Maria Maurer
Bildstock. Benefiz-Konzert des saarländischen Polizeichors in Bildstock mit Bläserquintett und Solistin.

„Sehr gut“, mit diesen Worten brachte Sofi Jung am Samstagabend ihr Gefallen an der Darbietung des Polizeichors des Saarlandes und seiner Gäste kurz und prägnant auf den Punkt. Die Friedrichsthalerin war eine der rund 150 Besucherinnen und Besucher, die das Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Josef besuchten. Dabei fügte sie hinzu: „Vor allem der karitative Zweck hat mich dazu bewogen, hier herzukommen.“ Doch eigentlich war der Zweck zweigeteilt. Denn ein Teil der Einnahmen, die per Hutsammlung zusammenkamen, geht an die Aktion „Herzenssache“, der andere an das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken.


Eine der Mitarbeiterinnen der Einrichtung stand dabei im Fokus des rund 70-minütigen Konzertes: Die Sopranistin Alice Münz übernahm den Part der Solistin. Scheinbar mühelos schraubte sie ihre Stimme bei „Gottes Engel weichen nie“ von Johann Sebastian Bach durch alle anspruchsvollen Passagen. Glockenklar ertönte sie bei „Höchster, mache Deine Güte ferne alle Morgen treu“, ebenfalls von Bach. Mit den langgezogenen Tönen bei „Ave Maria“ von Philippe Rombi rief sie eindringlich nach der Muttergottes.

Instrumentale Passagen bot das Bläserquintett des Polizeiorchesters. Bei „Restin‘ up“ von Chris Hazell schmeichelten sich Hörner, Trompete und Posaune durch die Melodie, während die Tuba das Ganze mit ihrem tiefen Ton gekonnt konterkarierte. „Gabriellas Song“ von Stefan Nilsson kam dagegen schwermütig-majestätisch daher.



Der Polizeichor selbst meisterte alle Tonfolgen gekonnt und stilistisch vollendet – egal, ob es getragen zuging wie bei „Jul, jul, stralande jul“ von Jean-Philippe Rameau oder auflockernd wie bei „Ding Dong“ von Thoinot Arbeau. Für eine gelungene Spannung sorgten die geflüsterten Strophen und die aufbrausenden Zwischenrufe bei „Whisper“ von Jay Althouse. Auch dem altbekannten „Trommler-Lied“ von Alban Cohen verstanden es die Mitglieder des Chores mit ihrem „Bamm Ba Ba Babababamm“ modernes Leben einzuhauchen.

Aufgelockert wurden die musikalischen Teile immer wieder von Rezitationen vom Chor-Vorsitzenden Heiner Birtel. Der 2. Bass las unter anderem „Ansprache einer Kerze“. „Ich freue mich, dass ich für Dich brenne“, heißt es darin. Das gebe dem Leben der Kerze einen Sinn und sei besser, als nur im Karton bei den anderen herumzuliegen. „So ist das auch bei euch Menschen, genauso“, rezitierte er weiter. Zu leuchten und Wärme abzugebend sei erfüllend, auch wenn die Kerze dabei immer kürzer werde: „Das ist nur äußerlich. Innen werdet ihr immer heller.“

(bo)