1. Saarland
  2. Saarbrücken

Motorradfahrer demonstrierten vor dem Landtag Saarbrücken

Vor dem Landtag in Saarbrücken : 1500 Motorradfahrer protestierten gegen Sonntagsfahrverbot-Pläne

Es war ein beeindruckendes Bild am Sonntag am Saarländischen Landtag. Kurz nach 12 Uhr reihten sich diszipliniert 1500 Motorradfahrer in der Franz-Josef-Röder Straße ein, um gegen die in die politische Debatte eingebrachte Forderung nach einem Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Motorräder zu demonstrieren.

In Zweibrücken hatten sie sich am Morgen am Flugplatz getroffen und waren über die Autobahn nach Saarbrücken gekommen, der ersten Station ihres Protestes, der anschließend weiterging zum Landtag in Mainz.

Die Biker sehen ihr Hobby in Gefahr. Organisator Holger Staab bezeichnete die überlauten Motorradfahrer, wegen derer die mit Lärmschutz begründete Forderung aufkam, als Rowdies. Die Gesetze, um gegen diese Fahrer vorzugehen, seien da. Trotzdem gebe es aber auch Maschinen, die einfach etwas lauter seien als andere, weil sie alte Motoren hätten. Insgesamt sprach Staab in einer Kundgebung davon, dass die schwarzen Schafe nicht gegen alle Biker als Vorwand herhalten dürften. Das Motorradfahren sei ein beliebtes Hobby, das man sich nicht nehmen lassen wolle.

Er sei beeindruckt, dass nach nur drei Wochen Vorlauf eine solche Demonstration zustande gekommen sei und kündigte an, aus dieser Bewegung heraus einen Verein zu gründen, den „Motorrad Saar-Pfalz e.V.“. 2021 werde man ein großes Motorradtreffen am Flugplatz in Zweibrücken organisieren. Der Bundestagsabgeordnete und Saar-FDP-Chef Oliver Luksic sagte seine Unterstützung zu. Ein Sonntags-Fahrverbot löse kein Problem, es verlagere es nur auf andere Tage. Die Hauptuntersuchungen und die Polizeikontrollen müsse man effektiver gestalten, das sei sein Ziel.