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Bummeln und kaufen unter Gottes Sonne in Quierschied : Modische Hüte, Gewürze und ein Rückenwunder

Bummeln und kaufen unter Gottes Sonne in Quierschied : Modische Hüte, Gewürze und ein Rückenwunder

Von Stefan Bohlander

Wenn die Quierschieder zu einer Freiluft-Veranstaltung einladen, spielt das Wetter mit. Auch beim Frühjahrsmarkt am Mittwoch bestätigte sich diese Regel einmal mehr. Nicht zu kalt, nicht zu heiß – perfekte Temperaturen zu einem Bummel über den Markt, der am Fuße der Q.lisse stattfand. An rund 40 Ständen präsentierten Händler ihre Waren. So schlich sich bereits von Weitem der angenehme Geruch unterschiedlicher Gewürze in die Nase der Besucher.

„Kurkuma ist das Gewürz, das im Moment jeder möchte“, sagte Margit Müller vom St. Wendeler Gewürzladen. Das an sich wenig spektakulär riechende Gewürz sei gemeinsam mit Bockshornklee einer der Hauptbestandteile von Curry-Gewürzmischungen und mit verantwortlich für deren typische Farbe. Weiter gern gekauft werden Kümmel und Anis, beispielsweise um sich damit Tee aufzugießen, erzählte sie. Alle hier verkauften Gewürze seien ohne Glutamat hergestellt. Zudem bot sie verschiedene Soßen und Suppen feil.

Eine Sache erschwere derzeit jedoch ihre Arbeit: Allergien. „Manchmal ist es schon schwierig, den vielen Ansprüchen gerecht zu werden“, sagte sie.

Einer, der die Arbeit seiner Mitbürger wiederum erleichtern möchte, ist Dieter Neven. An seinem Stand präsentierte er bei der Premiere in Quierschied den „Extension-Professionel“. Die mit breiter Brust als „Rückenwunder“ angepriesene schwarze Stützplatte aus Nylon ist mit einem Gitternetz verstärkt und kann ganz leicht über einen Stuhl gespannt werden. „Das sorgt für eine erhöhte Durchblutung im Lumbalbereich“, erklärte er. Damit der untere Bereich der Wirbelsäule auch wirklich entlastet werden kann, sind einstellbare Spanngurte angebracht. „Wir sind ja schließlich alle unterschiedlich schwer“, so Neven. Er selbst nutzt das „Rückenwunder“ schon seit vielen Jahren im Auto.

Um die Mittagszeit sei immer etwas weniger los, erklärte Helena Scheija. Die Verkäuferin am Stand von Kinder- und Babykleidung Blass muss es wissen: Sie ist seit bereits 27 Jahren Stammgast. Doch nach dem Mittagessen und wenn die Kinder aus Schule und Kindergarten abgeholt seien, ziehe das Geschäft immer merklich an. Beim Farbwunsch für die Kleidung habe sich seitens der Kinder in all den Jahren kaum etwas geändert. Mädchen mögen Pink und Rose, Jungs Blau und Grau. „Das bleibt immer so“, sagte sie lachend.

Derzeit sei eine spezielle Form von mit Pailletten besetzter Kleidung „der Renner“. Sie führte an einem Camouflage bemusterten Shirt den Effekt vor: Zuerst zeigte der Schriftzug „Yes“; strich man mit der Hand jedoch kräftig in die andere Richtung, veränderte er sich zu „No“. Ersteres könne man benutzen, wenn die Mutter Taschengeld verteilen möchte, und Letzteres, wenn es ums Aufräumen des Zimmers geht, sagte sie lachend.

Neben Kleidung für Heranwachsende gab es auch an weiteren Ständen Modisches für Damen und Herren. Hüte für den Sommer waren da etwa zu sehen oder BHs. Neben mit Kaffeebohnen verzierten Tischdecken konnte man sich neue Socken kaufen oder sich Schlüssel anfertigen lassen. An den Ständen der örtlichen Parteien konnte man es sich zudem kulinarisch gutgehen lassen.