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Mitarbeiter des Saarbrücker Ordnungsamtes berichten

Saarbrücken : Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Übergriffe

Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Übergriffe: Wer Knöllchen verteilt oder gar Autos abschleppen lässt –  weil sie Zufahrten für Rettungswagen und Feuerwehr blockieren – der muss oft hart im Nehmen sein.

Das berichtet die Stadt-Pressestelle auf eine SZ-Anfrage zum Thema Verkehrsüberwachung. Damit die Frauen und Männer vom Ordnungsamt psychisch gesund bleiben und ihre Erlebnisse besser verarbeiten können, macht die Stadt ihnen mehrere Angebote.

Stadt-Sprecher Thomas Blug:  „Unsere Kolleginnen und Kollegen können in gemeinsamen Workshops mit einem Polizeiseelsorger und Vollzugspolizisten der Polizeiinspektion Mitte ihre Erfahrungen austauschen. Nach körperlichen Auseinandersetzungen wird in Absprache eine Polizeipsychologin hinzugezogen.“

Außerdem seien die attackierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehalten, „die Übergriffe umfassend zu dokumentieren“ und diese  Protokolle an den Sicherheitsbeauftragten der Stadt weiterzuleiten. Wenn ein Mitarbeiter zum Opfer einer Straftat geworden sei und den Angreifer angezeigt habe, dann prüfe die Verwaltung stets, ob auch das Rechtsamt der Stadt noch eine zusätzliche Anzeige gegen den Täter erstatten kann.

Aber natürlich ernten die Frauen und Männer vom Ordnungsamt nicht nur Aggressionen. Wie Blug berichtet gibt es auch „positive Ereignisse, wie Lob von Bürgerinnen und Bürgern für Kontrollen und Abschleppaktionen von Falschparkern auf Behindertenparkplätzen oder Radwegen.“

Auch zum neuen mobilen Blitzer, dem sogenannten Enforcement Trailer, gebe es positive Reaktionen von Bürgern, die sich von Rasern gefährdet fühlen.

Positive Rückmeldungen würden an die zuständige Abteilung, das Sachgebiet oder die entsprechende Person weitergeleitet. „Und bei Beschwerden“, so erläutert Blug, „bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern Gespräche mit den Führungskräften an.“