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Mindest-Kurzabeitergeld hilft der Saarbrücker Gastronomie.

Hilfe für Gastro-Mitarbeiter : Unterlassene Hilfeleistung

Sie „glaube, dass im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen ist“, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel neulich über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie gesagt. Ich habe sicher nicht den Überblick, den man vom Schreibtisch im Kanzleramt aus hat, aber ich weiß: Da ist einiges schiefgelaufen.

Und ganz gewaltig schiefgelaufen ist es für die Gastronomie. Und wie es aussieht, wird es noch eine Weile weiter schieflaufen. Die unterlassene Hilfeleistung liegt wohl vor allem daran, dass viele derjenigen, die entscheiden, offensichtlich wenig bis gar keine Ahnung vom Leben derer haben, über die sie entscheiden. Eine Ausnahme ist unter anderem die Saarbrücker SPD-Bundestagsabgeordnete Josephine Ortleb, die aus der Gastronomie kommt. Von ihr dürften die Gewerkschaften also Hilfe erwarten können im Kampf um ein Mindest-Kurzarbeitergeld von monatlich 1200 Euro. Eine Summe, die kein Almosen ist, sondern ein Wegzerren vom Abgrund, an den viele Menschen, nicht nur in der Gastronomie, in diesem Land gedrängt worden sind.