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Maximiliane Schröck aus Lebach kehrt in 2. Volleyball-Bundesliga zurück

Lebacherin feiert Comeback : Wenn die Corona-Krise auch mal etwas Gutes hat. . .

Nach fast vier Jahren Abstinenz geht die Lebacherin Maximiliane Schröck für den TV Holz wieder in der 2. Volleyball-Bundesliga ans Netz.

In normalen Zeiten lässt es der Beruf von Maximiliane Schröck nicht zu, hochklassig Volleyball mit dem TV Holz zu spielen. Zu häufig kommen dienstliche und sportliche Verpflichtungen sich in die Quere. „Da ich in einem Hotel arbeite, ging das mit der 2. Bundesliga nicht so gut. Gerade dadurch, dass ich am Wochenende arbeiten muss. Ich habe deshalb aufgehört, bin vor drei Jahren aber bei der zweiten Mannschaft eingestiegen“, erzählt die Lebacherin. Dadurch, dass das Hotel nun wegen der Corona-Krise seit November geschlossen ist, hat sich aber die Chance ergeben, dass sie wieder in der ersten Mannschaft spielen kann. „Ich trainiere momentan drei- bis viermal die Woche mit, weil es beruflich bedingt einfach möglich ist“, berichtet Schröck, die in der Seezeit-Lodge am Bostalsee arbeitet: „Ich kann aushelfen und meine Zweitliga-Erfahrung einbringen.“

Die 29-Jährige spielte bis zu ihrem 21. Lebensjahr bei ihrem Heimatverein TV Lebach. Nach einem Jahr als Au-pair in den USA schloss sie sich dann dem TV Holz an. Mit dem stieg sie aus der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga auf, spielte dort etwas mehr als eine Saison, ehe sie vor fünf Jahren für ein berufliches Auslandsjahr nach Frankreich ging. Nach ihrer Rückkehr musste sie sich bald eingestehen, dass aus beruflichen Gründen keine Zeit mehr bleibt für den hohen Aufwand in der 2. Liga.

Mit der zweiten Mannschaft des TV Holz spielte die 1,75 Meter große Mittelblockerin und Außenangreiferin in der Regionalliga – bis sie nun für die 2. Bundesliga reaktiviert wurde. „Ich finde, dass das ein großes Privileg ist, bei der ersten Mannschaft mitzutrainieren. Das sollte man wirklich wertschätzen“, betont Schröck. Die Reservemannschaft darf anders als die Zweitliga-Truppe aufgrund geltender Corona-Verordnungen derzeit nicht trainieren.

Am 6. März kehrte sie im Spiel beim VCO Dresden (1:3) in die 2. Liga zurück. „Es war einfach schön. Dadurch dass ich mir weniger Druck mache, ist es noch befreiender, auf dem Feld zu stehen“, erzählt Schröck. „Ich bin als Unterstützung, als Auswechselspielerin da. Gerade, weil wir ein paar Verletzte oder krankheitsbedingte Ausfälle in der Mannschaft haben.“

Bis Saison-Ende hat der Tabellenzehnte Holz noch zwei Spiele. Das erste an diesem Sonntag um 16 Uhr an der Saarbrücker Sportschule gegen den Tabellenzweiten VC Wiesbaden II, das zweite samstags danach bei Schlusslicht TV Waldgirmes. Maximiliane Schröck wird wieder zur Verfügung stehen. „Der Verein ist mir zu wichtig, als dass man ihn nicht unterstützen sollte. Mir macht es auch nichts aus, auf der Bank zu sitzen.“ Sie ergänzt mit Blick darauf, dass die Volleyball-Bundesliga beschlossen hat, dass es keine Absteiger gibt: „Man kann nicht mehr absteigen. Von daher ist es eine sehr, sehr gute Lernsaison für die jüngeren Spielerinnen. Die sollen Spielpraxis sammeln.“

Und die Rückkehrerin schiebt nach: „Aber wenn es eine kritische Situation gibt, springe ich gerne ein, ganz egal auf welcher Position.“