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Mann wegen europaweitem Online-Betrug in Saarbrücken in U-Haft

In Saarbrücken : Mann wegen europaweitem Online-Betrug in U-Haft

Mit einer großangelegten Online-Betrugsmasche um fingierte Wetten sollen europaweit Menschen um ihr Geld gebracht worden sein. Einer der Tatverdächtigen sitzt inzwischen in Saarbrücken in Untersuchungshaft.

Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken am Freitag. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) berichtet. Den Ermittlern zufolge war der 56-jährige Tatverdächtige zuvor seit Januar in Tirol im Gefängnis. Seit Ende Oktober sei er in der JVA Saarbrücken untergebracht. „Zu den ihm zur Last gelegten Vorwürfen äußerte er sich bislang nicht.“

Es geht um fünf Online-Plattformen. Über diese konnten Nutzer demnach beispielsweise auf Entwicklungen am Aktienmarkt wetten. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass das Angebot fingiert war und das gewettete Geld abgezweigt wurde. Nach Recherchen von SR und NDR könnte so ein Schaden in Höhe von Hunderten Millionen Euro entstanden sein.

Die Plattformen waren laut Staatsanwaltschaft seit Januar 2015 online und sind inzwischen nicht mehr aktiv. Wie viele Menschen in den Fall verwickelt sind, könne noch nicht abschließend gesagt werden. Es sei aber „eine sehr große Zahl“, die „einen strafrechtlich relevanten Beitrag zu den Betrugstaten geleistet“ habe.

Bislang habe es zwei Festnahmen gegeben. Das betreffe den 56-Jährigen in Saarbrücken und einen weiteren Verdächtigen. Dieser sei derzeit in Albanien in Auslieferungshaft. Wann er abgeschoben werde, stehe noch nicht fest.

(dpa)