Liza Nonninger arbeitet im Bertha-Bruch-Tierheim in Saarbrücken

Ehrenamtliche Helferin : Eine Kämpferin für kleine Tiere in Not

Die Studentin Liza Nonninger kümmert sich im Saarbrücker Bertha-Bruch-Tierheim ehrenamtlich um Kaninchen und Co.

Füttern, Tierarztbesuche, Pflege der Tiere, eigene Pflegestellen bereitstellen, Spendenfutter abholen, Tiere im Notfall in die Klinik fahren, neue Ehrenamtliche einarbeiten und natürlich Tieren in Not Liebe geben: Das sind die Aufgaben der 31-jährigen Saarbrückerin Liza Nonninger.

Die Studentin der Museumspädagogik arbeitet seit 2016 ehrenamtlich bei den Kleintieren im Saarbrücker Bertha-Bruch-Tierheim mit. Damals wollte sie ein Ehrenamt übernehmen und wegen ihrer eigenen Tierliebe – sie hat einen Hund und Meerschweinchen – sei das Tierheim ihre erste Idee gewesen. Neben ihren eigenen Tieren hat die junge Frau derzeit zwei Hamster auf Pflegestelle, die bei ihr bleiben, bis sie ein neues Zuhause für die beiden gefunden hat.

Als Vermittlerin führt sie Beratungsgespräche und begleitet die neuen Besitzer, schaut sich bereits vorhandene Kleintiergehege an und gibt Tipps. Die erfolgreiche Vermittlung von Kaninchen, Meerschweinchen, Degus, Chinchillas und Hamstern in ein schönes neues Zuhause bereite ihr am meisten Freude. „Wenn man Glück hat, ist man da, wenn ein neues Tier im Tierheim ankommt und übergibt es dann ins neue Zuhause“, berichtet sie.

Im Tierheim gelten strenge Regeln für die Vermittlung: Ratten müssen beispielsweise mindestens zu dritt, Hamster allein und Kaninchen mindestens zu zweit gehalten werden. Daneben muss jeder neue Tierhalter eine Schutzgebühr entrichten. Liza Nonninger zählt diese Gespräche zu ihren Lieblingsaufgaben in ihrem Ehrenamt. „Wir stecken unheimlich viel Herzblut rein, damit die Tiere ein gutes Zuhause finden“, sagt sie.

Eine Erfolgsgeschichte von vielen ist das Schicksal des Kaninchens Finn: Anfang 2019 wurde Finn gemeinsam mit seinem Partner bei eisigen Temperaturen auf einem Parkplatz in Saarbrücken ausgesetzt (wir berichteten). Das zweite Kaninchen erfror, doch Finn konnte im Tierheim aufgepäppelt werden und hat nun ein schönes neues Zuhause. Ein Erfolg, der Liza Nonninger ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Leider gibt es aber in einem Tierheim nicht immer gute Zeiten: Es gab im Kleintierhaus einen Ausbruch von RDH, auch Chinaseuche genannt, bei dem viele Kaninchen starben. Aufgrund der Infektionsgefahr für die eigenen Kaninchen der Mitarbeiter konnten viele von ihnen nicht mehr helfen. Liza Nonninger und ihr Mann waren damals als Nicht-Kaninchen-Besitzer die einzigen, die noch ehrenamtlich im Kleintierhaus mit anpacken konnten. Sie mussten mitansehen, wie die Seuche viele Kaninchen tödlich infizierte, erzählt Nonninger. Mittlerweile gibt es aber einen zuverlässigen Impfschutz, den alle neuen Kaninchen im Heim erhalten, um künftige Infektionen zu vermeiden.

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